Die Legende vom Ozeanpianisten

Drama, Frankreich/Itl./Großbritannien 1999, 121 min

Ein Kind wird ausgesetzt. Der Heizer eines Auswandererschiffes findet den acht Tage alten Jungen auf dem Flügel des Ersteklassesalons und adoptiert ihn. Er tauft es auf den Namen T. D. Lemon Neunzehnhundert, denn es ist der erste Tag dieses Jahrhunderts. Auch als der Heizer stirbt, bleibt der Junge an Bord, und er spielt Klavier. Es ist seine einzige Möglichkeit seiner Phantasie zu entsprechen, seine Umgebung und die Menschen darin zu beschreiben, und das auf eine geniale Art und Weise. Er spielt das Instrument so gut, dass er den sagenhaften Jazzpianisten Jelly Roll Morton in einer Art Duell besiegt. Spätestens an dieser Stelle wird klar, dass sich Enio Moricone mit dieser Filmmusik ein Denkmal gesetzt hat. Überhaupt steckt der ganze Film voller Poesie, freilich auch voll Kitsch, aber von der Art: ‘Kitsch as Kitsch can’. Giuseppe Tornatore (Regie) legt mit dieser Produktion einen Film vor, der Hollywood zu allen Ehren gereicht hätte. „Solange Du eine gute Geschichte hast, und jemanden dem Du sie erzählen kannst, bist Du noch nicht am Ende“steht dann auch als Motto darüber.

Regie: Giuseppe Tornatore

Darsteller: Tim Roth, Pruitt Taylor Vince, Melanie Thierry

Musik: Ennio Morricone

Start in Dresden: 23.09.1999