TRAILER

Loving

Drama, USA/Großbritannien 2016, 123 min

Fast zehn Jahre werden die Eheleute Mildred (Ruth Negga) und Richard Loving (Joel Edgerton) für ihr Recht auf selbstbestimmte Liebe kämpfen. Seit ihrer Kindheit kannten sich die farbige Frau und der weiße Mann, doch als ihnen die Liebe begegnet, im Bundesstaat Virginia des Jahres 1958, und sie sich aufmachen miteinander zu leben, verbietet das Gesetz gemischtrassige Ehen. Sie treten in Washington D.C. vor den Traualtar, kehren aber bald zurück, um sich den Traum von einer kleinen Farm zu erfüllen. Kurz darauf verhaftet und verurteilt, rettet das Paar einzig Mildreds fortgeschrittene Schwangerschaft vor der Gefängnisstrafe. Der Richter bietet ihnen einen Deal an. Statt einem Jahr Gefängnis sollen sie verschwinden und dürfen mindestens 25 Jahre nicht in Virginia leben. Fern der Heimat werden das harte Jahre sein, denen sich der Film im Folgenden widmet. Sie sind einfache Leute. Das Leben in Washington D.C. bleibt ihnen fremd, ihre Sehnsucht nach den Familien daheim schmerzt und die Sechziger Jahre sind auch anderswo für Farbige nicht einfach. Und doch hätten sie keinen besseren Ort wählen können, denn als Washington Zielpunkt des großen Marsches wird, als Martin Luther King vor Millionen Menschen zu seiner Rede anhebt und alles irgendwie in Bewegung gerät, löst das auch bei den Lovings einen Impuls aus. Mildred wird einen Brief schreiben an den Justizminister Robert F. Kennedy, der ihr Anliegen in die richtigen Hände leitet. Den Anwälten Bernard Cohen und Phil Hirschkop wird es am 12. Juni 1967 vor dem Supreme Court gelingen, ein Grundsatzurteil zu erstreiten, welches ein Jahrhunderte altes, rassistisches Unrecht beenden soll. Eine hübsche Laune des Schicksals griff nach zwei Menschen mit Namen Loving, deren Andenken noch heute am Loving Day von verschiedenen Hilfsorganisationen bewahrt wird. Eine andere Laune des Schicksals wollte, dass ihre beiden Charaktere von einem Australier und einer Irin mit äthiopischen Wurzeln gespielt wurden. Einer weiteren Laune folgend wurden sie Teil von Meryl Streeps Brandrede bei der Verleihung der Golden Globes.
Alpa Kino