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Rosemari

Drama, Norwegen/Dänemark/Deutschland 2016, 98 min

Also, die Skandinavier haben’s echt drauf, aus scheinbar unbedeutenden Geschichten feine Filme zu zaubern - fast wie die Franzosen - nur eben ganz anders.
Rosemarie ist ein Adoptivkind, 16 Jahre alt, macht eine Gärtnerei-Lehre und schleicht sich bei der Journalistin Unn Tove ein, die sie zunächst für ihre wahre Mutter hält, weil sie bei deren Hochzeit im Hotel zur Welt kam. Was folgt, ist kein Thriller à la Stieg Larsson, sondern eine überzeugende psychologische Studie, in der sie sich mit Unn Tove auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern begibt. Ihr Weg führt von Norwegen nach Dänemark und zurück in die aller, aller nächste Umgebung ihres Heranwachsens. Überflüssig zu sagen, dass es nicht nur eine Ortsveränderung ist, sondern eine stark emotionale Reise.
Für Unn Tove, die eine „packende“ Story wittert, ist es zugleich eine Chance, aus ihrem etwas drögen Alltag auszubrechen, aber wir wollen hier ja nicht spoilern und das Ende verraten.
Rosemarie wird gespielt von der bis dato völlig unbekannten (Wo sind die Fachleute für norwegische SchauspielerInnen?) Ruby Dagnall, die eher zufällig zum Casting gekommen ist und sofort unter 200 Bewerberinnen ausgewählt wurde, weil sie einfach überzeugte. Die Filmrolle wurde extra für sie noch einmal umgeschrieben und „angepasst“. Nach dem Filmstart avancierte sie in ihrer Heimat zum Medienstar(lett), schmückte Magazine & Gazetten mit Titelblättern, füllte Seiten mit Interviews und wer weiß, wo ihr Weg sie noch hinführt…
Shunya