Die Lebenden reparieren

Drama, Frankreich/Belgien 2016, 103 min

Man weiß ja, es kann jeder Zeit zu Ende sein. Und dafür soll man jederzeit seinen Organspendeausweis dabei haben. Aber natürlich denkt man nie, dass es einen selber trifft. So geht es auch Simon (Gabin Verdet), der noch im Morgengrauen auf dem Surfbrett vor der Küste der Hafenstadt Le Havre stand und mit zwei Kumpels einen normalen Morgen verbringt. Auf dem Rückweg geraten die drei Jungs jedoch in einen schweren Autounfall. Für Eltern Marianne (Emmanuelle Seigner) und Vincent (Kool Shen) kommt jede Hilfe zu spät, denn Simon ist nach dem Unfall hirntot. Es wird nur noch von Maschinen am Leben gehalten. Für seine Eltern bricht eine Welt zusammen und sie stehen nun vor der Entscheidung, die lebenserhaltende Technik abzuschalten und die Organe ihres Sohnes zu spenden, oder ihren Sohn zu behalten. Simons Herz könnte die zweifache Mutter Claire (Anne Dorval) aus Paris das Leben retten, da ihr eigenes Herz jederzeit versagen kann. Die Entscheidung muss schnell getroffen werden, denn Claire bleibt nicht viel Zeit. Die Ärzte müssen den schmalen Grat zwischen Anteilnahme, Rücksicht und Dringlichkeit finden.
»Die Lebenden reparieren« basiert auf dem Roman „Réparer des Vivants“ von Maylis De Kerangal. Die französische Autorin veröffentlichte den Roman um die schwierigste Frage im Leben erstmals 2013. Das Drama wurde von Regisseurin Katell Quillévéré inszeniert und erstmals 2016 bei den 73. Filmfestspielen in Venedig gezeigt.
Anne