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Aquaman

Action/Science-Fiction, USA 2018

Tausende Jahre war es verschollen, aber nun erhebt sich das mächtige Atlantis, um die Oberflächenwelt zu erobern und alle Rollmöpse zu befreien! Bislang hielt ich es ja für seltsam, dass man diese riesige Unterwasserwelt nicht vorher schon entdeckt hat, aber da ich erst kürzlich erfuhr, dass es keine technischen Vorrichtungen gibt, ein Abflussrohr von einer vergrabenen Weltkriegsbombe zu unterscheiden, außer bis zum „Klong“ Geräusch zu graben, können wir diesen Teil der Geschichte also als realistisch betrachten.
Die Figur des Aquaman tauchte schon in den vergangenen »Batman v Superman: Dawn of Justice« und »Justice League« Filmen auf und ähnlich wie in jenen Produktionen hat man sich bei Warner aktuell für eine eher simple Gut und Böse Geschichte entschieden. Doch wenn man den schmachtenden Seufzern bei der Vorschau im Kino trauen kann, wäre es den meisten Damen egal, ob Jason Momoa nun einen Unterwasserschurken und Thronbeschmutzer bekämpft, oder stattdessen beim Yoga die EU Verordnung zur Salatgurke vorträgt - Hauptsache er trägt dabei kein Shirt und zwinkert ab und zu in die Kamera. Bevor er aber König der Fische werden kann, muss er, Arthur Curry, erst erwachsen werden. Immerhin ist er der Sohn des einfachen Menschen Tom Curry und der submarinen Königin Atlanna und damit potentieller Thronfolger. Das trifft sich gut, denn Superbösewicht Ocean Master (Patrick Wilson) strebt nach Macht und Zerstörung. Aquaman muss sich dieser Gefahr aber ohne seine Freunde von der Justice League stellen, denn man kennt man sich hier noch nicht. Dann also die Vorgeschichte nach dem ersten Auftritt. Ein bisschen verwirrend, aber so macht man das bei DC, inklusive der Tatsache, dass man inhaltlich eher für zarte Kinderseelen, als denn für Jugendliche und Erwachsene produziert. Aber egal, solange Jason Momoa gut angefeuchtet ist, erträgt man auch den Kampf von Riesenseepferdchen und Megakrebsen. Als vorbereitende Lektüre empfehle ich die Spongebob-Folge „Heldenhafte Urlaubsvertreter“ mit Meerjungfrauman, Blaubarschbube und dem bösen Mantarochen.
Pinselbube