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Die Frau des Nobelpreisträgers

Drama, Großbritannien/USA/Schweden 2017, 100 min

Der Film zeigt, wie es ist, im Schatten eines erfolgreichen aber außerordentlich narzisstischen Schriftstellers und Ehemannes zu leben. Dicht und atmosphärisch inszeniert und hervorragend gespielt von Glenn Close.
Ein Anruf am frühen Morgen. Joe Castleman (Jonathan Pryce - James Bond, der Morgen stirbt nie /Game of Thrones) kann es kaum fassen. In Schweden soll er den Literaturnobelpreis bekommen. Sein lange gehegter Traum. Mit vereister Mine hört Joan (Glenn Close - Gefährliche Liebschaften / Eine verhängnisvolle Affäre), seine Frau, am anderen Ende der Leitung mit. Seit vierzig Jahren ist sie mit ihm verheiratet. All die Jahre war sie sein perfekter Halt im Hintergrund. Sie agiert charmant, diplomatisch und unterstützt zuverlässig und intelligent. Joan trägt mit steinernem Lächeln die eine oder andere Affäre, während er sich im Meer der Bewunderung sonnt. Er genießt es, als einer der bedeutendsten Autoren der Gegenwart zu gelten. Ihre eigenen Ambitionen hat sie für ihn hinten angestellt. David, ihr Sohn (Max Irons) wird als angehender Schriftsteller vom Vater belächelt.
Schon auf der Fahrt nach Schweden beginnt Joans stoische Fassade zu fallen. Zwischen offiziellen Empfängen, Ehrfurchtsgebaren und Damenprogramm spitzt sich die Lage zu. Zu allem Überdruss werden sie von einem Journalisten verfolgt, der sich ihnen penetrant an die Fersen heftet und versucht, ein dunkles Geheimnis zu enthüllen.
Der Film basiert auf der Romanvorlage „Die Ehefrau“ von Meg Wolitzer. Er spielt in Rückblenden (Harry Lloyd - »Die Entdeckung der Unendlichkeit« und Annie Starke - »We Don’t Belong Here«, der Tochter von Glenn Close) und brilliert mit scharfen und pointierten Dialogen.
BSC