Stillstehen

Drama, Deutschland/Italien 2018, 91 min

„Um stillstehen zu können, muss man sich bewegen“
Der Film von Elisa Mishto ist ein poetisches, witziges und radikales Porträt einer Generation, die nichts zu verlieren und nichts zu gewinnen hat. Eine Generation, die nicht weiß wo sie steht und wo sie hin soll, aber auch eine Ode an das Leben und den bittersüßen Geschmack von Freiheit.
Julie lebt nur nach ihrem eigenen Grundsatz: Nichts tun. Und mit NICHTS meint sie NICHTS: Sie studiert nicht, arbeitet nicht, sie hat keine Freunde. Sie will einfach nur stillstehen. Um sich dem „normalen“ Leben zu entziehen, lässt sich Julie regelmäßig in ihre psychiatrische Wunschklinik einweisen. Hier kennt man sie, hier weiß man wie sie tickt. Dass Julie ohne Gummihandschuhe nicht aus dem Haus geht, oder notfalls auch mal ein Lama aus dem Zoo auf einen Rave entführt, wundert niemanden mehr. Man lässt sie in Ruhe. Das ändert sich schlagartig als sie erfährt, dass ihr Erbe aufgebraucht ist und Agnes in ihr Leben tritt: eine vermeintlich naive Krankenschwester und ihre neue Betreuerin, die stets bemüht ist, alles richtig zu machen. Julie erkennt schnell, dass ihr bisheriges perfektes Nichtstun auf der Kippe steht. Sie fasst einen folgenschweren Entschluss: Um weiterhin stillstehen zu können, muss sie sich bewegen.