Confetti - Heirate lieber ungewöhnlich

Komödie, Großbritannien 2005, 99 min

Für all diejenigen Paare, die demnächst vorhaben, sich ein “Ja“ zuzuhauchen, sei die Empfehlung gegeben, sich statt der folgenden Komödie vielleicht doch einen anderen Film anzusehen - vielleicht „Water“.
In »Confetti« geht es ums Heiraten, gewissermaßen um die Vorbereitungen, den immensen Aufwand, insbesondere den ganzen Stress. Unglaublich, welche Summen dafür bereitwillig in den Sand gesetzt werden. Im Film kommt noch ein an den Nerven zerrender Wettbewerb hinzu.
Drei Paare konkurrieren um den Titel „Originellste Hochzeit des Jahres“, ausgelobt vom Confetti-Magazin. Auf dem Spiel steht ein 500.000 Dollar-Haus. Samanta (Jessica Stevenson „Spaced“) und Matt (Martin Freeman „Per Anhalter durch die Galaxis“) sind romantische Hollywoodmusical-Liebhaber, Isabelle (Meredith MacNeill) und Josef (Stephen Mangan) sind ambitionierte Tennisfreaks, die unbedingt gewinnen wollen und Joanna (Olivia Colman) und Michael (Robert Webb) sind Nudisten. Für sie sind Klamotten einfach nur lästig.
Bei zwei professionellen Hochzeitsplanern können sich die hoffnungsvollen jungen Menschen auch mal ausheulen. Die beiden sind zur Unterstützung gebeten. Werden die Paare dem Wettbewerbsdruck standhalten? Für wen wird sich am Schluss die Jury (Felicity Montagu und Jimmy Carr) entscheiden ? Wird da etwa am Ergebnis manipuliert ?
Was den Film eigentlich spannend macht, ist die Tatsache, dass es von Debbie Isitt (Idee, Regie) eine grobe Rahmenhandlung gibt, die Figuren von den Darstellern aber komplett improvisiert und selbst entwickelt wurden. Zwei Jahre Recherche des überdrehten Geschäftes und sechs Wochen Drehzeit.
Bettina D. Schneider