Klick

Komödie/Drama, USA 2006, 108 min

Selbst ein perfekt eingerichtetes Leben wie das Mittelklasse-Dasein von Michael Newman lässt sich noch optimieren. Ausgestattet mit der wunderschönen Donna als Ehefrau und den zwei großartigen Kindern Ben und Samantha, leidet Michael unter dem allerorts üblichen Business-Stress. Oder besser gesagt, Michaels Familie leidet darunter.
Was nützen ihm Haus, Pool und Wagen, Frau, Kinder und Beruf, wenn er sie nicht unter einen Hut bekommt. Und was nützen den Kindern Papas fortwährende Versprechungen, wenn er immer und überall abwesend ist. Selbst wenn er mit seiner Familie beim Barbecue sitzt, hängt Michael die ganze Zeit am Telefon. Als er versucht, den Fernseher mit der Ventilatorfernbedienung auszuschalten und ihn dabei der Modellhubschrauber seines Sohnes angreift, fährt er umgehend in den nächsten Elektronik-Supermarkt. Was er braucht, ist so ein Universalgerät, mit dem man einfach
alles ansteuern kann. Bei Bed, Bath & Beyond bekommt er genau das Richtige. Es dauert nicht lang, da entdeckt er die wahre Universalität jenes Gerätes. Bellt der Hund zu laut, stell ihn leise. Nervt Donna mit dem üblichen Ehekrach, drücke den schnellen Vorlauf und stoppe erst wieder bei der Versöhnung. Und war die richtig gut, dann zieh sie dir gleich nochmal rein. Wow. Michael hat endlich Spaß am Leben. Mit dem “Making Of Menü” kann er zum Beispiel seiner eigenen Zeugung beiwohnen, wahlweise mit zusätzlichem Audiokommentar. Und während er seinen Boss auf die Pausentaste stellt, um ihm mal so richtig eine reinzuhauen, wählt er bei langwierigen geschäftlichen Aktivitäten gleich ganze Monate ab. Naja, dann sind zwar die Kinder wieder ein paar Jahre älter, aber man muss gewisse Entscheidungen treffen im Leben. Doch genau diese Fähigkeit verliert er zunehmend. Weil sich die Fernbedienung die öfters benutzten Tasten “merkt” und in eine Art Hitliste speichert. Michael verliert irgendwie sehr schnell die Kontrolle über sein Leben.
Sobald er mit einer Frau streitet, landet er ziemlich weit in der Zukunft. Ohne Versöhnung. Und zu allem Überfluss wiegt er dann 130 Kilogramm. Völlig kopflos rast er zurück zu Bed, Bath & Beyond…