Der Baader Meinhof Komplex

Drama, Deutschland 2008, 150 min

Basierend auf Stefan Austs gleichnamigem Standardwerk über die Rote-Armee-Fraktion (RAF), das 1985 erschien und sowohl ihre Entstehung als auch die nachfolgende Entwicklung behandelt, inszeniert Regisseur Uli Edel (»Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo«) mit einem who is who der deutschen (Independent-)Schauspieler die dramatischen Ereignisse, die von 1967 bis zum „Deutschen Herbst“ im Jahre 1977 die demokratischen Grundpfeiler der Bundesrepublik ins Wanken brachten.
Deutschland in den 1970er Jahren: Die radikalisierten Kinder der Nazi-Generation, angeführt von Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), der ehemaligen Starkolumnistin Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek) kämpfen gegen das, was sie als neues Gesicht des Faschismus begreifen: Die nordamerikanische Politik in Vietnam, dem Nahen Osten und der dritten Welt, die von den führenden Köpfen der deutschen Politik, Justiz und Industrie unterstützt wird. Baader, Meinhof und Ensslin gründen die Rote-Armee-Fraktion und erklären der Bundesrepublik Deutschland den Krieg. Die Brutalität ihrer Terrorkampagnen nimmt stetig zu und eskaliert schließlich - es gibt Tote und Verletzte. Der Mann, der ihre Taten zwar nicht billigt, aber dennoch zu verstehen versucht, ist auch ihr Jäger: Der Leiter des Bundeskriminalamtes Horst Herold (Bruno Ganz). Obwohl er Fahndungserfolge verbuchen kann, ist er sich bewusst, dass die Spirale der Gewalt mit polizeilichen Mitteln allein nicht aufgehalten werden kann…