Die Relativitätstheorie der Liebe

Komödie/Drama, Deutschland 2010, 92 min

Hier wird der Traum eines jeden Schauspielers erfüllt: Olli Dittrich (Dittsche) und Katja Riemann in zehn verschiedenen Rollen. Witzig und genial.
Stimmt es, dass sich zwei Menschen nur dann verlieben, wenn sie zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind? Welche Rolle spielt dabei die Wiederholung von Raum und Zeit? Und bestimmt dann der Zufall oder eher das Schicksal, ob es sich dann auch um Liebe handelt?
Im Film geht es um vier Paare in der Großstadt. Am Anfang sieht es noch so aus, als haben sie alle nichts miteinander zu tun. Natürlich sind die Geschichten am Ende alle miteinander verstrickt, wenden sich unerwartet, passieren schicksalhaft zufällig und fügen sich glücklich.
Peggy G. untersucht z. B. die libanesische Imbissbude „Beirut Palace“ auf ihre Hygienezustände. Wird sie wohl möglicherweise ihre eingefahrenen Beamtengepflogenheiten ein wenig beiseite lassen? Dabei sollte sie das Angebot besser ablehnen. Kann sie aber nicht. Oder Alexa, sehr cool aber einsam, möchte unbedingt ein Kind. Ob es ihr gelingt, noch den Mann fürs Leben zu finden oder wenigstens einen Samenspender? Und wird Fahrlehrer Paul seine Frau nach 35 Ehejahren bei einem Seitensprung vorfinden? Andere Spielart: Zwei Katja Riemanns teilen sich einen Mann. Kurzsichtigkeit wird empfohlen, denn das Gute liegt angeblich nahe.
Otto Alexander Jahrreiss (Buch und Regie) hat hier einen sehr lebensnahen, herzzerreißend tragikomischen Blumenstrauß an Alltagsgeschichten zusammengestellt mit viel Sympathie, Persönlichkeit und Herzenswärme für seine Helden.
Auf die Frauen, die Olli Dittrich spielt, können wir garantiert gespannt sein!
BSC