In the Mix

Kriminalkomödie, USA 2005, 96 min

Filmtitel sagen die Wahrheit. Wie ein echter DJ sich in seinen Koffern an allerlei Rhythmen bedient, um einen Song zu stricken, hat Regisseur und City Slicker Ron Underwood keine Sekunde gezögert, aus hippem DeeJay-Club-Feeling, romantischen Komödien-Vibes und echten Mafia-Beats diesen lauschigen Mafia-Mix zu häkeln. Ganz nebenbei gelingt ihm damit auch noch der „2005 Mad Dog & Glory Remix“. Im Jahre 1992 rettete Robert DeNiro das Leben des Mafiabosses Bill Murray und bekam als Belohnung dessen geliebte Uma Thurman ausgeliehen. Nein, zurückgeben wollte er sie nicht. Der Ärger dauerte dann den restlichen Film an. Superstar Usher Raymond übernimmt nunmehr die Rolle des Retters Darrell und darf den dankenswerterweise angebotenen Job als Leibwächter für Don Franks traumhafte Tochter Dolly nicht ausschlagen. Don Frank (echtes Mafiablut fließt in Chazz Palminteris Schauspieleradern) wäre sonst untröstlich. Seine Lage ist eh verzweifelt genug, ein Buchmacher-Krieg tobt gerade da draußen. Ihr wisst schon, wo. Draußen, auf den Straßen. Eklige Sache. Sonst würde der Don auch nicht auf die verrückte Idee kommen, einen schwarzen DeeJay als Bodyguard für seine blonde Tochter Dolly (Emmanuelle Chriqui) anzustellen. Die Wetten stehen übrigens 1:100, dass Darrell und Dolly aneinander Gefallen finden, sich verlieben und dass Don Frank dies nicht sehr gefallen wird.
Dabei gebürt ihnen der ganze Ruhm, denn es gelingt den beiden, ein kleines Feuer in der nassen Papiertüte zu entzünden. Welcher Popstar kann schon von sich behaupten, zwischen romantischer Komödie, Slapstick-Revue und hochdramatischer Pasta-Zubereitung seinen Text („This is not what it looks like!“) und trockene Streichhölzer behalten zu haben, wenn er mit der Mafia-Tochter in den Swimming Pool springt?
C.Fredo