Das Lächeln der Tiefseefische

Drama, Deutschland 2005, 86 min

Der Film führt uns an den schönen Ostsee-Badeort Ahlbeck. Die Geschichte klingt nicht besonders spektakulär, aber es passiert eine Menge und davon einiges unplanmäßig.
Malte (Jacob Matschenz) ist fast volljährig und lebt mit seinem Vater in einer schäbigen alten Villa. Viel Geld haben die beiden nicht. In seiner ständigen Trunkenheit sorgt der Vater dafür, dass sich daran auch nichts ändert. Die Schwester hat es in den Westen verschlagen und die Mutter ist seit Jahren tot. Malte jobt in einer Fischbude und mit seinem Freund Pavel (Adrian Topol) schmuggelt er Zigaretten über die Grenze unserer polnischen Freunde, schließlich muss er schnell Geld für den Führerschein verdienen. Das ist sein Traum. Pavel ist ein klein wenig anders als Malte, nämlich immer gut drauf. Malte sprüht lieber introvertiert dafür leidenschaftlich Graffittis. Dank Pavel lernen sie Annika (Alice Dwyer »Erbsen auf halb sechs«) und Lisa (Jessica Richter) kennen.
Malte macht sich gerade locker, als Schwester Hannah (Victoria Mayer) mit dem fünfjährigen Lucas ankommt und er sich etwas um den Jungen kümmern soll. Es gibt einigen Ärger, es reicht ihm und Malte zieht zu Pavel. Ab jetzt kommt alles etwas anders, denn Lukas hat einen ausgeprägten eigenen Willen.
Till Endemanns Film (Autor und Regie) ist geprägt von der symbolischen Bedeutung, dass Tiefseefische, um die es auch geht, in der Dunkelheit ihr eigenes Licht erzeugen.
Übrigens spielt der Film ja auf Usedom. Wer allerdings die eine oder andere Greifswalder Straßenecke erkannt hat, liegt richtig, was meistens, wie auch in dem Fall, Auswirkung eines schmalen Budgets ist.