Sky Captain and the World of Tomorrow

Science-Fiction/Thriller, USA 2004, 107 min

Das nostalgische Lichtspieldebüt des zitatenbewussten Regisseurs Kerry Conran ist ein cremiger Augapfelschmeichler im extravaganten SF-Art-Deco-Retro-Style. Meckerer der Filmkritikerszene entlarven sich schnell als Träger des falschen Aftershaves sowie Hörer von Marius Müller W. und degradieren sich schnellstens als vollkommen unqualifiziert. Ich sage nur Schamrasierer und Cola-Biertrinker. New York 1939, überall auf der Welt verschwinden berühmte Wissenschaftler auf Nimmerwiedersehen. Nur Reporterin Polly Perkins (Gwyneth Paltrow) hört die Nachtigall trapsen. Richtig erkannt, ein übler Teilnehmer mit dem grausligen Namen „Dr. Totenkopf“, der es für sehr erstrebenswert erachtet, die Welt in Klump und Asche zu kloppen. (Wie das eben so war damals). Inzwischen wird schon mal New Yorks Luftraum von unerfreulichen Flugobjekten verletzt, während durch Manhattan Riesenmetalloschis rumlaufen, um alles kaputt zu machen. Reporterin Polly findet in ihrem Ex-Flaming-Heart, Fliegerass Sky Captain Joseph Sullivan (Schmackadelle Jude Law), einen engagierten Kampfgenossen, der ein Geschwader von Kampffliegern anführt. Hilfe kommt anbei von Jagdfliegerchefin Franky Cook (Gesichtsairback Angelina Jolie) und Dex (Giovanni Ribisi, der Bruder von Max Raabe ) einem Frickelfred, der die herrlich anzuschauenden Technikphantasien vergangener Tage zusammenschraubt, um all dem Unheil Einhalt zu gebieten. Nicht nur für retroswinging Mosifans der 50´s Reihe und Verehrer des genialen deutschen Visionärs Karl Hans Janke, den man einst in die Klapper steckte, ein unbedingtes Muss. Es soll sich sogar zur US-Premiere eine Fritz-Lang-Erscheinung manifestiert haben.