Spiel ohne Regeln

Drama/Komödie, USA 2005, 113 min

Wenn alles mit rechten Dingen zugeht, dann dürfen sich die Kids von heute so etwa im Herbst 2028 - und falls sie sich dranhalten, schon mit ihren eigenen Kindern - das zweite oder dritte Remake von »Herr der Ringe« im Kino ansehen. Möglicherweise mit Elijah Wood - etwas gestreckt - als Gandalf.
Hollywood-Haudegen Burt Reynolds fühlte sich jedenfalls sehr geehrt, im Remake seines Football-Films »The Longest Yard« von 1974 noch einmal eine Rolle übernehmen zu dürfen.
Ehrenvoll muss auch Adam Sandler zum Casting erschienen sein. Er hatte das Original in den Siebzigern mit seinem Dad im Kino bewundert.
Quarterback Paul „Die Abrißbirne“ Crewe (Adam Sandler) hat seinen letzten großen HomeRun erst einmal hinter sich. Beim Versuch, die PlayOffs zu manipulieren und groß abzukassieren, landete er mit einem perfekten TouchDown direkt im Knast. Football-begeistert wie amerikanische Knackis nun mal sind, stehen Paul hier zunächst einige missgelaunte Typen gegenüber. Nachdem jedoch geklärt ist, welche Regeln beim Knastspiel gelten (keine, wie der Filmtitel weiß), steht der eigentlichen Handlung nix mehr im Wege. Es geht ums Spiel. American Football, was denn sonst? Es geht darum die Wachmannschaft zu schlagen, denn das ist schließlich der größte aller möglichen Männlichkeitsbeweise. Also brauchen die Jungs nur noch einen ordentlichen Quarterback, ein Spielfeld und natürlich ansehnliche Cheerleader. Letztere zu beschaffen, stellt selbst Caretaker (Chris Rock), den Herrn der (beschaffbaren) Dinge, vor ein unlösbares Problem. Bis sich die Tunten von Block C bereit erklären, auch hier ihre weiblichen Qualitäten einzubringen. Toll. Bleiben bloß noch zwei Dinge zu erledigen: Den mittlerweile Football-abstinenten Paul Crewe wieder zurück aufs Spielfeld zu bringen und den Knackis noch fix die Football-Regeln verständlich zu erklären. Wer dieses amerikanischste aller Spiele auch endlich einmal begreifen will, hat hier die Gelegenheit.