Schweinchen Wilbur und seine Freunde

Kinderfilm, USA 2006, 97 min

Weibliche Schweine, Säue, haben 10 Zitzen, um ihre Jungen zu säugen. Diese Tatsache stellt für das kleine Schwein Wilbur ein Problem dar. Denn seine zehn Geschwister waren, als es um die Logenplätze ging, irgendwie schneller als er. Um dieser Ungerechtigkeit zu entgegnen, hat Wilbur eine einfache Lösung, drängeln.
Wilburs Eigentümer, Bauer Zuckermann, hat ebenfalls eine Lösung parat. Doch um die junge Leserschaft nicht zu verschrecken, sei so viel gesagt: Wilbur in der linken Hand, eine Axt in der rechten.
Obwohl dieser Plan doch recht effektiv ist, wird er von Zuckermanns kleiner Tochter Fern nicht nur vereitelt, sie überredet ihn sogar, Wilbur als Haustier halten zu dürfen. Auch dies ist ein guter Plan. Doch wie die meisten humanistischen Pläne geht auch dieser schief und Wilbur landet in Nachbars Scheune. Dort trifft er eine Menge neuer streitsüchtiger Tiere, jedoch ohne Freundschafts-Potential. So bleibt unter anderem seine wirtliche Einladung, sich im Schlamm zu suhlen, von seinen Mitbewohnern gänzlich unbeachtet. Nach einiger Zeit lernt das kleine Schwein jedoch die Spinne Charlotte kennen, welche sich zu seiner besten Freundin entwickelt. Als Wilbur eines Tages erfährt, dass es wahrscheinlicher ist, einen Bauernhof voll sprechender Tiere zu finden, als für ihn Weihnachten zu überleben, wendet er sich hilfesuchend an Charlotte. Diese entwickelt den Plan, Wilbur zum Preisträger einer Landwirtschaftss(ch)au zu machen. Da Fern ihr Schwein natürlich auch lieber lebend sieht, wird diese gleich als Komplizin eingespannt, und das Abenteuer kann beginnen.
»Schweinchen Wilbur und seine Freunde« oder auch »Charlottes Web« ist eine Romanverfilmung mit pädagogischem Auftrag. So wird zum Beispiel geklärt, dass es nichts Schlimmes ist, klein zu sein und dass das, was dem einen als unansehnlich gilt, für einen anderen wunderschön ist.
Julio Espin