Glück im Spiel

Drama, USA 2006, 124 min

„Man darf nicht darüber nachdenken, ob sich der Gegner leisten kann zu verlieren“.
Für alle Spielerseelen: in „Glück im Spiel“ geht es um Poker, um menschliche Beziehungen und hohe Einsätze. Eine spannende Lovestory.
Die Geschichte spielt in Las Vegas 2003. Billie (Drew Barrymore »Guncrazy«, »Scream«) aus Bakersfield hat den Wunsch, Sängerin zu werden. Leider fehlt ihr ein klein wenig das Talent. Sie hat eher eine soziale Ader, ist mitfühlend und beherzt. Bei Pokerspieler Huck (Eric Bana »München«) ist es gerade andersrum. In der Nähe seines Vaters, der Pokerlegende L.C. Cheever (Robert Duvall »Apocalypse Now«, »Stalin«) fühlt er sich emotional sehr unwohl. Die Fähigkeit, Menschen einschätzen zu können, beherrschen Billie und Huck allerdings gleichermaßen perfekt. Beide gehen mit dieser Begabung jedoch völlig unterschiedlich um. Als sie sich näher kommen, beginnt ein ganz neues Spiel. Um Billies Herz zu erobern, muss sich der Pokerspieler genau überlegen, welche Karten er auf den Tisch legt.
2003 deshalb, weil in diesem Jahr die Pokerwelt eine immense Popularität erlangte. Poker im Internet breitete sich explosionsartig aus, die Kamera für die verdeckten Karten wurde im TV eingeführt und ein völlig unbekannter Amateur und Internet-Spieler mit Namen Chris Moneymaker gewann die Poker World Series.
Drehbuchautor Eric Roth schrieb bereits die Geschichte zu »Forest Gump«. Regisseur und Produzent Curtis Hanson selbst hat langjährige Poker-Erfahrung. Im Film stellt er den Seiltanz Spieler und -Mensch in Beziehung- heraus, wobei ihn faszinierte, dass man als Pokerspieler genau die Fähigkeiten braucht, die für eine gute, funktionierende Beziehung vernichtend sind: bluffen und täuschen. Klingt nach einer interessanten Verhaltensstudie.
Bettina D. Schneider