True Romance

Thriller/Action, USA 1993, 116 min

Im Kino fängt sie an, die wahre Liebesgeschichte des Clarence Worley. Und seien wir Männer ehrlich: Säße neben uns ein Mädchen mit Namen Alabama, wenn wir uns gerade in einem nahezu leeren Kino hintereinander drei KungFu Filme reinziehen würden, weil wir in unseren Geburtstag „reinfeiern“ wollten; kaum jemand würde dann nicht noch mit ihr auf ’nen Drink gehen.
Doch würden wir sie auch gleich heiraten, und ihren Zuhälter nebst Kumpanen umlegen?
Mittlerweile ist die Biografie von Quentin Tarantino den meisten seiner Fans geläufig; und so verwundert es weder, dass Tarantinos erstes Drehbuch so beginnt, wie oben beschrieben, noch dass Clarence in einer Videothek arbeitet oder bei Alabamas Zuhälter Drexl Gary Oldman einen Koffer voll Heroin mitgehen lässt. Was erklärlicherweise dem Drogenboss Cocotti Christopher Walken, (der sich selbst als der „Antichrist“ vorstellt) überhaupt nicht gefällt. Jedoch Clarence nicht davon abhält, die Ware in Hollywood einem Filmproduzenten andrehen zu wollen und somit zur zentralen Figur in einem atemberaubenden Finale zu werden. Frei nach Sergio Leones Drei-Mann-Showdown: Auf der einen Seite die waffengeilen Bodyguards des Produzenten, der zweiten das Drogenfahnderkommando der Polizei und schließlich noch Cocottis Mafiosi.
»True Romance« war Tarantinos erste Fingerübung. Und doch stehen etliche Szenen seinen späteren Werken in nichts nach. Allen voran das Aufeinandertreffen von Dennis Hopper (Vater von Clarence) mit Christopher Walken als sein Mörder.