Der unglaubliche Hulk

Action/Fantasy, USA 2008, 110 min

Damit ist nicht etwa der sich über seine Nichtverlängerung grün ärgernde Staatsschauspiel-Intendant Hulk Freitag gemeint, sondern der 1962 das Licht der Comicwelt erblickte unglaubliche „Hulk“. Wie jeder andere ordentliche Comic fand auch »Hulk« den Weg in die Realverfilmung. Zuvor als TV-Serie, dann 2003 auch erstmals, leider nicht sehr glücklich gelungen, im Kino. Das hatte der grüne Rummelsnuff nicht verdient, so dass der durch die wohlgeschätzten „Transporter“-Filme bekanntgewordene Regisseur Louis Leterrier noch einmal scharf nachgewaschen hat. Um es gleich vorweg zu nehmen, Leterriers Verfilmung ist keine Fortsetzung des ersten Hulk-Filmes sondern eine vollkommen eigenständige Interpretation.
Wenn man dann noch den Sympath Edward Norton in der Hauptrolle besetzt und ihm Tim Roth als Gegenspieler serviert, hat man alles richtig gemacht und der Augenschmaus kann beginnen. Wie wir wissen (oder auch nicht), hat sich der Wissenschaftler Bruce Banner (Edward Norton dito) zu viel Gammastrahlen eingefangen. Jedes Mal, wenn ihm jemand auf den Sack geht oder er anderweitig genervt wird, verwandelt sich Banner in das gewaltig grüne überlebensgroße Muskelpaket „Hulk“, das mit dem Gemüt eines Kindes dann alles kurz und klein schlägt. Eine Situation, die ich sehr gut nachvollziehen kann, aber seit vielen Jahren so gut es geht im Griff habe. Bruce Banner lebt aber im Untergrund und ist auf der Suche nach einem adäquaten Gegenmittel. Unangenehmer Weise ist der Vater seiner großen Liebe Betty (Liv Tyler) ein hohes Tier bei der US-Armee, der Bruce-Hulk am liebsten einen Inventarstempel der Army verpassen würde, um so seine gewaltigen Kräfte für Dinge zu nutzen, die ich als sozialistisch erzogener Bürger nicht für gut heißen kann. Als Bruce kurz davor ist, ein Mittel gegen seine Ausraster gefunden zu haben, entgleitet dem Militär ein anderes Experiment, und der reguläre Angehörige der Streitkräfte, Emil Blonsky (Tim Roth) verwandelt sich in das zornige Gigerlike-Monster „The Abomination“, der so ziemlich alles, nur nicht das was er soll, in Schutt und Asche kloppt. Nun ist ihm nur noch einer gewachsen, Hulk. Da ihm Herr Blonsky auch schon vor seiner Verwandlung unangenehm aufgefallen ist, muss man Bruce Banner nicht lang bitten und fix gibt es ein paar in die unteren sowie auch oberen Zahnreihen, in Fachkreisen auch Blonsky Beat genannt. Wie das Ganze dann ausgeht entnehmen Sie bitte der einschlägigen Tagespresse oder direkt im Dresdner Lichtspielhaus Ihrer Wahl.
Ray van Zeschau (Hulk-Heftbesitzer des Jahres 1974)