Phantomschmerz

Drama, Deutschland 2008, 98 min

Der Film erzählt die Geschichte eines charmanten Sunnyboys, der nicht wenige Anlagen hat, aus seinem Leben etwas zu machen, den aber die unterschiedlichsten und mysteriösesten Gründe davon abhalten. Til Schweiger in einer ungewohnt emotionalen Rolle.
Marc Somner (Til Schweiger) ist ein gut aussehender, sehr sportlicher, gebildeter und charmanter Typ. Als passionierter Rennfahrer hat er schon die ganze Welt bereist, kann fantastisch Geschichten erzählen und die Frauen fliegen auf ihn. Zwischendurch hat er den einen oder anderen Gelegenheitsjob. Verantwortung für irgendetwas zu übernehmen liegt ihm fern, auch nicht für seine Tochter Sarah (im Film seine eigene Tochter Luna). Die 12-Jährige liebt ihn trotzdem abgöttisch.
Alexander (Stipe Erceg - »Die fetten Jahre sind vorbei«) ist Marcs bester Freund. Ganz anders als er, bodenständig und etabliert, erdet er das Vagabundenherz oft mit seiner ruhigen und gefestigten Art.
Bei einem Verkehrsunfall verliert Marc sein linkes Bein, was ihm aber nicht wirklich die Laune verhagelt. Der unerschütterliche Optimist zieht weiter seine Bahn und lebt sein gewohntes Leben einfach weiter. Allerdings plagen ihn manchmal fürchterliche Schmerzen in dem Bein, das er gar nicht mehr hat - so genannte Phantomschmerzen. Und dann ist da noch seine Liebe zu Nika (Jana Pallaske - »Palermo Shooting«), die ihn zwingt, sich mit seinem Leben und seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Matthias Emcke ist seit vielen Jahren etablierter Produzent amerikanischer Independentfilme. Mit der Regie zu »Phantomschmerz« gibt er sein Spielfilmdebüt. Im Film verarbeitet er nahezu authentisch die Lebensgeschichte seines besten Freundes.
Bettina D. Schneider