When in Rome - Fünf Männer sind vier zuviel

Komödie/Drama, USA 2010, 91 min

Mal ehrlich, gibt es noch was Unrealistischeres als die Hollywoodromanzen vergangener Tage? Nicht wegen der doofen Dialoge oder all den makellosen Menschen. Nein, das gesamte Konzept ist schon irgendwie befremdlich. Meist läuft es darauf aus, die Person der Begierde von sich zu überzeugen. Das Bezirzen ist das Schwerste an allem. Hallo, geht’s noch? In intensivem Selbststudium habe ich die letzten Jahre festgestellt, dass nicht das Begeistern der schwere Teil ist. Das Schwere ist, erst mal jemand Bezirzungswürdigen zu finden. Und dabei hab ich es als junger Mensch im universitären Medienumfeld noch recht einfach. Nicht vorzustellen, hätte ich einen „richtigen Job“, sie wissen schon mit „echten“ Arbeitszeiten und so.
So geht es zum Beispiel Beth (Kristen Bell), ihres Zeichens Kuratorin des New Yorker Guggenheim Museums mit einem chronisch überquellenden Terminplan. So überquellend, dass sie es fast nicht mal geschafft hätte, ihrer kleinen Schwester zu deren Hochzeit im Herzen Italiens Gesellschaft zu leisten. Das wäre eine Schande gewesen. Außerdem wird dieser Ausflug ihr Liebesleben ganz schön auf den Kopf stellen. Nicht nur findet sie in dem Trauzeugen Nick (Josh Duhamel) einen würdigen Interessenten, auch bringt ein kleiner Ausflug in den örtlichen Wunschbrunnen gleich vier weitere Umwerber auf den Plan. Wüsste sie doch nur, welche der Romanzen echt und welche dem Wunschbrunnen zu verdanken ist. Vielleicht Nick? Vielleicht einer der Fremden? Vielleicht alle?
Julio Espin