Inception

Action/Science-Fiction, USA/Großbritannien 2010, 142 min

»Inception« ist einer neuer Film mit Leonardo DiCaprio und ich bin der Gerrit Schmidt-Foß der Leonardo DiCaprio-Filmkritik. Wenn ein neuer Film mit unserem Spätzle essenden Freund abgedreht ist, synchronisiert Herr Schmidt-Foß prinzipiell für den deutschen Sprachraum, zu dem ja auch unglaublicherweise Österreich gehören soll, und ich schreibe, na sie wissen schon…
Im Prinzip funktioniert »Inception« so in etwa wie Freddy Krueger. Freddy kann in die Träume fremder Menschen eindringen und da bisschen mitmachen. Agent Dom Cobb (der oben Erwähnte) kann das auch. Cobb hat aber weitaus höhere und umfassendere Beweggründe als Freddy: Industriespionage! Sprich, das geheime Wissen Wissender im Schlafe derer selbst einfach schlicht und ergreifend zu klauen. Und Cobb ist einfach der Beste seines Faches. Dieser Umstand macht ihn aber nicht nur zum begehrtesten Mann der skrupellosen Wirtschaft sondern auch zum Gesuchtesten. Cobb hat alles verloren, was ihm lieb und teuer war und er möchte sein Leben zurück. Wie bekommt man das hin? Richtig, mit einem letzten Job! Diesmal geht es aber um wesentlich mehr als bloßen Ideenklau. Das pure Gegenteil ist nun gefragt. Die Einpflanzung einer Idee, die den Bepflanzten zum perfekten Verbrecher werden lassen soll. Doch das ist nicht so einfach, wie hier beschrieben, und schon ein anderer großartiger Mann seines Faches ist unserem Agenten bereits auf den traumatischen Fersen. Doch Cobb weiß Bescheid. Klingt irgendwie bisschen nach »Matrix« multipleloaded. Isses auch ein Stück weit, angesichts der surrealen und optisch sehr ansprechenden Traumsequenzen. Sich verändernde Räume, in slow Motion umher fliegende Teilnehmer und so weiter und so fort. Angeblich soll Regisseur Christopher Nolan (»Memento«, »The Dark Knight«) auch einigen Darstellern nur Teile des Drehbuches zu lesen gegeben haben um das Geheimnis des Filmes bis zum Schluss zu bewahren. Vielleicht sollten aber auch ein paar Schauspieler nur etwas unwissend drein gucken. Ich weiß es nicht. Selbst DiCaprio, der das ganze Buch zu lesen bekam, meinte nicht alles wirklich verstanden zu haben. Da sag ich mal, macht nix. Ich jedenfalls freue mich auf Leonardo, der sogar in der »Rote Kakadu - Teil 2« von Dominik Graf mitspielen könnte ohne darin unterzugehen.
Ray van Zeschau (Bundesbeauftragter für Kinokritik)