The Fighter

Drama, USA 2010, 115 min

The Fighter dreht sich um eine Familie, deren Geschichte untrennbar mit dem Boxsport verbunden ist. Dicky Eklund (Christian Bale) wurde vor Jahren zu einer lokalen Berühmtheit, indem er 1978 den damaligen Weltmeister Sugar Ray Leonard auf die Bretter schickte. Ein Erfolg, an den er nie wieder anknüpfen sollte. Stattdessen wurde er cracksüchtig. Dennoch ist er der Trainer seines Bruders Mickey (Mark Walberg). Dieser steht seit Kindestagen unter der sportlichen Aufsicht seines Bruders und befindet sich auf dem besten Weg, an dessen Hochzeit anzuknüpfen. Managerin ist bei beiden ihre Mutter.
Doch »The Fighter« zieht seine Energie nicht aus den recht zahlreichen Boxsequenzen, sondern dem Werdegang der Hauptcharaktere. Dicky glaubt, der Fernsehsender HBO dreht eine Reportage über sein Comeback, jedoch geht es um das Leben eines Cracksüchtigen in Amerika und dessen Verfall. Sein jüngerer Bruder steht kurz vor seinem Durchbruch, fühlt sich aber durch das Drogenproblem und das Ego seines Bruders nicht ausreichend trainiert. Die Kontrollsucht seiner Mutter führt dazu, dass der letzte Ausweg zu sein scheint, sich aus dem Netz aus Eigeninteressen und familiärer Bevormundung zu befreien und sich von Mutter und Bruder loszureißen.
»The Fighter« ist ein fantastischer Film, er zieht den Zuschauer in die Welt seiner Protagonisten und beschenkt ihn mit deren Konflikten und Schmerz. Dass dies wahrscheinlich Christian Bales bisherig beste Rolle ist, hat sich nicht ohne Grund auch bei den OSCARS gezeigt.
Julio Espin