Eine Insel namens Udo

Komödie, Deutschland 2011, 81 min

Kurt Krömer wagt seinen ersten großen Kinoausflug. Der kauzige, für manchen kaum bekömmliche TV-Moderator kann sich dabei in einer wie für ihn auf den Leib zugeschnittenen Rolle auf der großen Leinwand ausleben. Dagegen war die Nebenrolle als trauriger Bankmanager in Dany Levys »Das Leben ist zu lang« nicht so von Erfolg gekrönt.
Doch der Reihe nach, Krömer spielt Udo, der ist Krömer. Ein unscheinbarer junger Mann, der über ein ganz besonderes Handicap verfügt: Er leidet an „Schwersichtbarkeit“. Nicht direkt unsichtbar, eher im Sinne von „durchsichtig“. Denn Udo verströmt etwas so Durchschnittliches und Übersehbares, dass er von niemandem wahrgenommen wird. Damit ist er der ideale Kaufhausdetektiv. Udo hat es sich auf seiner Insel der Einsamkeit gemütlich gemacht und verfolgt das Leben der anderen Menschen meist als stiller Beobachter.
Bis eines Tages Jasmin (Fritzi Haberlandt) in sein Leben tritt. Sie nimmt ihn und seine Aktivitäten wahr, verschafft ihm sein erstes Rendezvous und auch seinen ersten Sex. Jasmin und die Liebe bringen aber auch das Leben des unscheinbaren Udo durcheinander. Denn sichtbar für alle, sorgt Udo mit seinen tapsigen, schwer verständlichen Umgangsformen für jede Menge Chaos und macht die Beziehung der beiden zu einer echten Belastungsprobe.
Der erste Kinofilm von Markus Sehr ist eine ungewöhnliche Liebeskomödie, bizarr und absurd, reduziert und allgemeingültig, die vor allem aber durch ihr neues Traumpaar erblüht. Ein märchenhafter Film über die Kraft der Liebe und des Lachens. Einer, der die kleinen und doch so wichtigen Dinge thematisiert.