Lebens(W)ende - Der Tod und die Kunst

Dokumentation, Deutschland/Großbritannien/Spanien 2007

Vor genau drei Jahren diagnostizierte man beim Autor dieses Films einen bösartigen Gehirntumor. Ärzte gaben dem damals 38-Jährigen noch ungefähr drei Jahre zum Leben. Aus diesem Gefühl der Dringlichkeit entstand die Idee eines roadmovies. Keine Theologen, keine Philosophen wollte der Autor treffen, sondern Künstler, denen er sich nahe fühlte, Künstler, die entweder selbst eine Begegnung mit der eigenen Sterblichkeit überlebt hatten oder die sich ebenfalls mit einer schlechten Lebensprognose konfrontiert sahen. Was passiert mit der Kreativität im Angesicht des Todes? Kann Tod oder Krankheit ein Motor für die Kreativität sein? Was ist es, was zählt, was bleibt, wenn man gehen muss?
Die dreijährige Reise führte Razvan Georgescu nach New York, Los Angeles, Venedig, Siena, Düsseldorf, und Timisoara (Rumänien) auf den Spuren der Protagonisten diese Films:
- Jörg Immendorff in einem seiner letzten großen Interviews
- William Finn, der Broadway Komponist, der in seinem Musical „A NEW BRAIN“ (‚Nervensache’) die eigene traumatische Erfahrung seiner Gehirntumorerkrankung verarbeitete
- Bill Viola, der Videokünstler, der in seinen Installationen die Vergänglichkeit des Lebens und die Passage zum Tod wie kein anderer behandelt
- der Vater des Filmemachers, der Komponist Remus Georgescu, der den Soundtrack für diesen Film in Form einer überwältigenden symphonischen Orchestersuite lieferte.