Eine offene Rechnung

Drama/Thriller, USA/Großbritannien/Ungarn 2010, 114 min

Basierend auf einem sehr erfolgreichen israelischen Film »Ha Hov« über Mossad-Agenten von 2007, der als »Der Preis der Vergeltung« im deutschen Fernsehen lief, inszeniert John Madden, eher bisher mit heiteren Filmen wie »Shakespeare in Love« erfolgreich in Erscheinung getreten, die Hollywoodadaption eines spektakulären und brillant gespielten Stoffes. Es wird eine Zeitreise in die deutsche Geschichte und zurück in die Gegenwart. Denn nichts ist wie es scheint, so auch nicht die Geschichte einer Rachemission des Mossad, die über die DDR zurück in die Zeit des Holocaust führt. Inwieweit das Ganze historisch korrekt ist, dem komplexen Thema gerecht und entsprechend umgesetzt wird, werden wir im Kino sehen. Spektakuläre Mauerdurchbrüche haben wir im TV in letzter Zeit viele erleben dürfen, mal sehen was Madden zu bieten hat.
Das größte Drama für die drei ehemaligen Mossad-Agenten Rachel (Helen Mirren), Stephan (Tom Wilkinson) und David (Ciarán Hinds), die vor 30 Jahren nach einem Einsatz in Ostberlin zu Helden wurden, beginnt im Jahre 1997. Rachel und Stephan erfahren schockierende Neuigkeiten über ihren einstigen Kameraden David. Seit Jahrzehnten als Helden verehrt, droht die Legende plötzlich in sich zusammenzubrechen. Die drei Helden können schlagartig sehr viel verlieren. In Rückblenden wird von jener speziellen Mission 1966 erzählt. Rachel (Jessica Chastain), Stefan (Marton Csokas) und David (Sam Worthington) werden nach Ostberlin geschickt, um den berüchtigten Nazi-Kriegsverbrecher Dieter Vogel (Jesper Christensen), den Chirurgen von Birkenau, nach Israel zu bringen. Zunächst läuft alles auch nach Plan. Doch Rachel, die den Lockvogel spielen muss, entwickelt widersprüchliche Gefühle für Vogel. Der Versuch, die DDR zu verlassen, geht gründlich schief, Vogel wird auf der Flucht von Rachel erschossen. 30 Jahre später muss Rachel aber das zu Ende bringen, was damals begann…