Kein Mittel gegen Liebe

Drama/Komödie, USA 2011, 107 min

Viel Gefühl wird in Nicole Kassells Drama - ihr Erstling »The Woodsman« mit Kevin Bacon als bußfertigem Kinderschänder sorgte für größere Aufmerksamkeit - aufgefahren. Da wäre zum einen eine junge Frau, schwer erkrankt, und zum anderen das leidgeprüfte New Orleans. Mit Kate Hudson und dem mexikanischen Nachwuchstalent Gael García Bernal, mit »Amores perros« und »La mala educación« bestens empfohlen, ist der Film auch ansprechend in den Hauptrollen und mit Lucy Punch, Whoopi Goldberg, Treat Williams, Rosemarie DeWitt und Kathy Bates bis in die Nebenrollen bestens besetzt.
Der Inhalt liest sich zumindest nicht ganz ungefährlich. Der deutsche Titel weist auch zu sehr in die entsprechende Richtung. Inwieweit der Film dann den Tatbestand auch erfüllt, ist eine spannende Frage.
Marley (Kate Hudson) ist schön, intelligent und hat Glück im Leben. Mit vollen Zügen kann sie es genießen. Als sie aber immer dünner wird und sich schwächer fühlt, geht sie zum Arzt. Der schüchterne Dr. Julian Goldstein (Gael García Bernal) kann ihr allerdings nur mitteilen, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist. Und ausgerechnet in diesem Moment erkennt sie, dass ihr noch etwas Wichtiges im Leben fehlt. Da baut der Film ein durchaus witziges Moment ein, das seine Entsprechung im englischen Titel »A Little Bit of Heaven« findet. Während der Untersuchungen trifft sie auf Gott (Whoopi Goldberg), der sogar weiblich sein kann und ihr drei Wünsche zugesteht…