Killer Elite

Action/Thriller, USA/Australien 2011, 117 min

Auch immer wieder gern zum Thema genommen: Der Killer, der eigentlich die Pisti an den Nagel gehängt hat, aber dann doch noch einmal seinen, aber wirklich, in Echtheit, den aller allerletzten Job macht. Obwohl man das eigentlich nicht glauben mag, geht es hier um eine wahre Begebenheit, die Sir Ranulph Fiennes höchst selbst erlebt hat und 1992 zu Buche brachte.
Damit es auch ordentlich raucht und scherbelt in der Realoflimmerkiste, sind solche Granaten wie Jason Statham, Clive Owen und Robert De Niro am Start. Besagter Frühpensionär ist Hunter (Robert), der noch mal ordentlich ein paar Boleros einfahren will. Als er aber von seinem Auftraggeber, einem saudischen Scheich, erfährt, wem er ein Billett in die ewigen Jagdgründe verschaffen soll, hat selbst er die Hosen voll. Ziel des Auftrages sind drei Teilnehmer des britischen SAS, die einst unter nicht geklärten Umständen die Söhne des Scheichs umbrachten. Nun ist der Special Air Service nicht mit der Abendschicht der Polizeiwache Bautzner Straße zu vergleichen, sondern der SAS ist die härteste Spezialeinheit der Welt. Das ist Hunter doch eine Nummer zu groß, er aber kann aus der Nummer nicht mehr raus, und der Herr Scheich kann Hunter nicht mehr gehen lassen.
Hunter wird gekidnappt und eingekerkert. Dann kontaktiert man Danny (Jason) dessen Mentor und Lebensretter Hunter einst war. Danny kann seinen Freund natürlich nicht im Wüstenverlies verschimmeln lassen und nimmt den Auftrag an, obwohl auch er vorhatte, ein anderes Leben zu führen. Eine wilde und brutale Jagd beginnt, die sich über den gesamten Globus ausweitet und dem letzten James Bond entlehnt sein könnte, an deren Ende die Männer aber feststellen müssen, dass sie zu Spielbällen großer Mächte geworden sind und alles nichts mehr mit ihnen zu tun hat. Sich dieses aber einzugestehen hieße, zu akzeptieren, dass ein großer Teil ihres Lebens keinen Sinn hatte. Doch ein Abbruch kommt nicht in Frage! Hervorragendes Debüt von Regisseur und Drehbuchautor Gary McKendry, der vor allem Jason Statham mal aus seinen typischen Haudraufrollen treten lässt.
Ray van Zeschau