Ein riskanter Plan

Thriller, USA 2012, 103 min

…ist das, was Nick Cassidy (Sam Worthington) vorhat. Nick war mal ein sehr erfolgreicher Polizist mit einer hohen Aufklärungsquote. Doch plötzlich findet er sich im Knast wieder, da man ihm freundlicherweise einen Juwelenraub an die Backe getackert hat. Dass da irgendwelche gedungenen Kräfte am waltern sind, ist hier ziemling sicher und dem Protagonisten auch klar. Also muss Nick unbedingt das Etablissement verlassen, um seine Unschuld zu beweisen und ein paar Dinge gerade zu rücken. Ratzbatz nutzt er sogleich die erste sich bietende Möglichkeit und steht mit etwas weichen Knien auf dem unangenehm hohen Fenstersims eines New Yorker Apartments. Oh nein, nicht, denken natürlich die Passanten auf der Straße da unten und rufen auch rasch die 911 (112).
Das gehört natürlich alles zu einem, bis ins kleinste Detail ausgeklügelten Plan, den sich Nick mal auf die Rupse so ausgedacht hat. Nachdem sich alle möglichen Einsatzkräfte auf der Straße versammelt haben, verlangt er nach der Suizidspezialistin Lydia Anderson (Elizabeth Banks). Inzwischen hat sich ein ziemlicher Tumult auf der Straße entwickelt, und jegliches Augenmerk ist auf Nick fixiert. Er aber, nicht dumm, dirigiert von seiner exponierten Stelle aus und mit einem kleinen Headset ausgerüstet, seinen Bruder Joey (Jamie Bell), der den besagten 30 Millionenklunker kassieren soll, um hier einiges mal klar zu stellen. Oben angekommen, ist aber der Psychologin zunächst erst einmal nicht so recht helle, welch Begehren Nick außen und innen bedrückt. Langsam lässt er sich wie geplant ins Nähkästchen blicken, muss sich aber beeilen, da die oben bereits erwähnten Gedünglinge ihm etwas Gröberes wollen, als nur ungezogen ans Chemisett zu pullern. Auch ein beschissener Ex-Kollege will ihm nichts Gutes und auch die Rolle des Businessmans David Englander (Ed Harris) gehört gepostet… äh dargestellt. So Leute, ich muss mich jetzt erstmal in der Újváros mit dem leicht unterhopften Knorkator-Buzz-Dee treffen, um bisschen Luft in Bierflaschen zu füllen. Ansonsten ist der Film wirklich flott, spannend und schwindelerregend gemacht und sollte man sich angucken und so. Ich muss jetzt aber wirklich, bis denne, Tschüßiii und guten Rutsch.
Ray van Zeschau (etwas ausgebirnt)