Das siebente Siegel

Drama, Schweden 1956, 96 min

Im 14. Jahrhundert kehrt der Ritter Antonius Block mit seinem Knappen Jöns von einem Kreuzzug zurück. Er findet Schweden von der Pest verwüstet; und der Ritter beginnt, an Gott zu zweifeln. Als der Tod ihn holen will, begehrt Block auf: Erst will er eine Antwort auf seine Frage nach dem Sinn des Lebens. Der Tod gewährt ihm eine Gnadenfrist für die Dauer eines Schachspiels, das er mit dem Ritter spielen will. Zwischen den Zügen erlebt der Ritter Tod und Verzweiflung der Menschen; aber er entdeckt auch einen Funken Hoffnung in der Begegnung mit dem einfältigen Gaukler Jof, seiner Frau Mia und ihrem Kind. Als der Ritter sein Schloss erreicht hat, da ist auch die Schachpartie zu Ende. Durch einen Trick hat der Tod gesiegt. Jof und Mia sehen, wie der Tod den Ritter, seine Frau und sein Gefolge in einem seltsamen Totentanz mit sich zieht… Im Rückgriff auf die Traditionen mittelalterlicher Mysterienspiele meditiert Bergman über den Verlust von Sinnbezügen und die Suche nach metaphysischen Haltepunkten in der neuzeitlichen Welt. Eine symbolträchtige Allegorie, stilistisch außerordentlich konzentriert und von bitterer Skepsis geprägt.