Der englische Schriftsteller John le Carré kann sich auf eine weitere Verfilmung seiner Spionage-Bestseller freuen: Noch in diesem Jahr beginnen die Dreharbeiten zu »Marionetten« (OT: A Most Wanted Man) in Hamburg.
Anton Corbijn (»Control«) zeichnet für die Regiearbeit verantwortlich und Oscar-Gewinner Philip Seymore Hoffman (»Capote«, Foto aus seinem Regiedebüt »Jack in Love«) konnte bereits für eine der drei Hauptfiguren gewonnen werden. Kinostart soll 2013 sein.
In »Marionetten« widmet sich John le Carré der nach 9/11 in der Gesellschaft herrschenden Furcht vor islamistischem Terror und kehrt dafür in die Stadt zurück, in der er selbst als Spion für den britischen Auslandsgeheimdienst (MI6) arbeitete:
Hamburg, Deutschland, im Hier und Jetzt: ein mysteriöser, halb tot gequälter Mann ist auf der Flucht. Hilfe findet er bei der islamischen Gemeinde der Stadt. Der Fremde, halb Tschetschene, halb Russe, sucht verzweifelt nach Ruhe und gleichzeitiger Freiheit vor seinem ungewollt erworbenen Schicksal seines russischen Vaters. Alles an ihm scheint fragwürdig, nichts ergibt einen Sinn – ist er Opfer oder Dieb oder gar ein Extremist mit dem einzigen Ziel zu Zerstören? In dieses Netz aus Intrigen werden auch ein britischer Privatbankier und eine junge Rechtsanwältin gezogen. Beide sind jedoch fest entschlossen, die Hilflosen zu beschützen. Während all dies geschieht, beobachtet bereits der trügerische Leiter einer geheimen deutschen Spionageeinheit (Hoffman) das Geschehen und ringt um jedes Puzzleteil, um das Bild zusammenzusetzen, denn die Uhr tickt bereits…
Helge Sasse, Vorstand Senator Entertainment AG: „»Marionetten« ist ein internationaler Erfolgsroman, der in Deutschland spielt und mit Hilfe der Fördergelder aus Hamburg und Berlin auch in Deutschland, sprich Hamburg, gedreht werden kann. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den Produzenten und bin gespannt auf unseren Regisseur Anton Corbijn.“