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Kill Bill: Volume 2

Action/Thriller, USA 2004, 136 min

Ursprünglich als ein Film über die Rache einer gedemütigten Frau an ihrem Boss und Liebhaber geplant, inszenierte Quentin Tarantino phantasievoll und überbordend. Dem Chef seines Studios, Miramax-Boss Weinstein, gefiel das so sehr, dass er eine Zweiteilung favorisierte und eine trendige Volume 1 - 2 Edition herausbrachte. Durch den fulminanten Erfolg von »Herr der Ringe« konnte man sich entspannt zurücklehnen und frohen Mutes den fröhlichen Dollarregen erwarten. Und allen Befürchtungen zum Trotz wurde Volume 1 denn auch ein richtiger Kracher - filmisch und finanziell. Der Liebling Hollywoods Quentin Tarantino überzeugte erneut und kann sich mit diesem Werk in der Ahnengalerie der Cinematografie für immer verewigen.
»Volume 1« führte uns mit der Braut (Uma Thurman) bis nach Japan, wo sie unwiderstehlich charmant und cool eine Horde Mafiosi nach Hause schickt, um sich an O-Ren Ishii zu rächen. Ihr Rückflug in den bonbonfarbenen Himmel über Nordamerika wird zum Opener für »Volume 2«. Natürlich muss die Braut ihre Liste weiter abarbeiten - da wären zunächst der Bruder ihres Beinahe-Gatten Budd, gefolgt von der durchtriebenen Killerin Elle Driver. Und - getreu dem Motto „das Beste ganz zum Schluss“ - wird sie in Mexiko auf Bill höchstpersönlich treffen - und auf ihre tot geglaubte Tochter. Das Finale verspricht furios zu werden…
War »Volume 1« eine der schönsten Hommagen an die Blaxplotation und Samurai-Filme der 70er, so ist das Abschlussduell in »Volume 2«, mit Michael Madsen, Daryl Hannah und David Carradine, eine Huldigung an das Genre des italienischen Spaghetti-Western - aber genauso radikal, konsequent und blutig wie der erste Teil.
ak