Sonderveranstaltung

Jackie Brown

Thriller/Drama, USA 1998, 154 min

Grundlage des Films ist der Roman von Elmor Leonard Rum Punch. Vom Meister persönlich erhielt Tarantino die Erlaubnis das Werk entsprechend seinen Bedürfnissen zu bearbeiten.
Jackie Brown (Pamela Grier) transportiert für den Waffenhändler Ordell (Samuel L. Jackson) schmutziges Geld über die mexikanische Grenze. Eines Tages wird sie von zwei Sicherheitsagenten ertappt. Es beginnt ein dichtgewobenes Intrigennetz, bei dem Jackie die Fäden führt. Den Cops verspricht sie Ordell zu überführen, Ordell wiederrum macht sie weiß, die Cops an der Nase herumzuführen. Eine Reihe markanter und verrückter Protagonisten gesellen sich dazu (Robert Forster als Makler, Robert de Niro als Knastkumpel, Bridget Fonda als Surfer Mieze.) Höhepunkt ist die Geldübergabe in einem riesigen Shopping-Center, der den Reigen schließt (und aus drei Perspektiven erzählt wird).
Ähnlichkeiten mit Pulp Fiction gibt es viele - die Struktur, der Grundtenor, hervorgeholte Stars der Vergangenheit (Pamela Grier). Doch bleibt Jackie Brown ein neues und eigenständiges Meisterwerk, das die Reife Tarantions wiederspieglt, dem ein tiefgründiger und „echter“ Schauspielerfilm gelungen ist.
Der Erfolgsdruck auf Tarantinos nach Pulp Fiction, der quasi eine neue Ära in Hollywood einläutete und zudem finanziell ein Megaereigniss darstellte, war groß. Einige Zeit verging bis zu seinem nächsten Werk. Und, Tarantino ist ein neues Meisterwerk gelungen, das, wenn auch nicht gleichwertig zu Pulp FIction, sich würdig in seiner Filmographie ausmacht.