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ES Kapitel 2

Horror, USA 2019, 170 min

Wie hieß es doch so schön im Deutschunterricht bei Frau Dornig in der 56. Polytechnischen Oberschule „Georg Wolff“ auf der Böttgerstraße 11 in Dresden Trachau, erste, zweite und dritte Person Singular? Richtig! Ich, du, er, sie, es! Dann vergingen noch rund 13/14 Jahre, bis sich Stephen King auf die dritte Person Singular festlegte. ES gelangte in die Buchhandlungen der Welt, ausgenommen der im „Haus der Buches“ auf der Thälmannstraße. Der geneigte Ostleser musste noch drei Jahre sein Haupt im Winterschlaf wiegen, bis auch ihm die Welt der „Klub der Verlierer“ offenbart wurde. Wer es nicht so mit dem Lesen hatte, hatte sich noch einmal zwei Jährchen in Geduld zu wiegen und konnte sich die ellenlange amerikanische Fernsehverfilmung von Tommy Lee Wallace mit dem herrlichen Tim Curry aus der Videothek auf der Wernerstraße in Sankt Löbetal ausleihen. Tim Curry war zwar wie immer brillant, aber auch er vermochte mir nicht die Langeweile, die sich in dem über drei Stunden dauernden Werk gar heftig breit machte, zu vertreiben.
Vor zwei Jahren hat Regisseur Andres Muschietti einen neuen Anlauf gewagt und eine Kinoadaption des Romanes geschaffen, der aber zunächst erst mal den ersten Abschnitt des Werkes behandelte, um nicht all zu sehr den Harndrang im Kinosessel beanspruchen zu müssen. Im Fokus standen und stehen abermals die sieben Freunde Stanley Uris, Richie Tozier, Mike Hanlon, Bill Denbrough, Beverly Marsh, Eddie Kaspbrak und Ben Hanscom, die auf Grund ihres „Andersseins“ und der damit begründeten Hänsel- und Mobbereien einst den „Klub der Verlierer“ gründeten, um hergleich gegen ES antreten zu müssen, der Freddy-Krueger-like junge Leute der Stadt Derry entleibt, von denen unangenehmerweise nur noch ein paar Körperteile zurückbleiben. Natürlich obsiegten damals die Kinder über des Horrorclowns Gemetzel und konnten ungestört ihre körperliche und geistige Entwicklung fortsetzen.
27 Jahre später setzt nun Kapitel 2 an. Jeder hat seinen eigenen Lebensweg eingeschlagen. Beverly Marsh (Jessica Chastain) leitet inzwischen eine Modefirma, der stotternde Bill Denbrough (James McAvoy) hat es zum erfolgreichen Schriftsteller gebracht, der ehemals übergewichtige Ben Hanscom (Jay Ryan) ist ein ausgebuchter Star-Architekt und Plaudertasche Richie Tozier (Bill Hader) ein angesagter Radiomoderator. Einzig Mike Hanlon ist in Derry verblieben. Als wiederholt Menschen in der Stadt angegriffen und gemeuchelt werden, wird Mike nach und nach klar, dass ihr ultimativer Kampf von damals doch nicht ganz soo ultimativ war und ES zurück ist. Voller Panik ruft er in der Stadt den Klimanotstand aus und.., hä? sorry quatsch… ruft er die Mitglieder des Klubs wieder zusammen, die einst einen musketiermäßigen Blutschwur geleistet hatten und nun zurück an den Ort ihrer Kindheit kehren, um aber jetzt mal endlich derartig endgültig das ultimative Böse ultimativ auf ganzer Linie vernichtend zu vernichten.
Ray van Zeschau (fährt jetzt mal ES-Bahn)