In der isländischen Provinz betreiben Inga (Arndís Hrønn Egilsdóttir) und ihr Mann eine Milchfarm, sind Teil einer Kooperative, der sie einst mit dem Versprechen beigetreten sind, dass die Gemeinschaft sie stützt und auffängt. Doch die Realität sieht anders aus: Die Farm ist hoch verschuldet, die Verpflichtung, nur an die Kooperative zu verkaufen und in den dortigen Geschäften zu kaufen, verhindern den Erfolg der Farm.
Wütend postet Inga auf ihrer Facebook-Seite über die Mafia-Methoden der Kooperative und wird sogar für das Fernsehen interviewt. Von diesen Entwicklungen ist Eyjólfur alles andere als begeistert und versucht zunächst mit Worten, bald aber auch mit Taten, Inga davon zu überzeugen, sich dem Willen der Kooperative zu beugen. Doch für Inga hat der Kampf gerade erst begonnen...

Milchkrieg in Dalsmynni

Komödie/Drama, Island/Dänemark/Deutschland/Frankreich 2019, 92 min

Der isländische Eine-Frau-kämpft-gegen-das-verkackte-System-Film geht in die nächste Runde. Gegen den Milchstrom, quasi, oder besser gegen korrupte Machenschaften, kämpft Inga (Arndís Hrønn Egilsdóttir). Sie gerät als Witwe und hochverschuldete Milchbäuerin unvermittelt zwischen die Fronten der monopolisierten Landwirtschaft. Die Milchkooperative erpresste ihren Ehemann, andere Bauern zu verraten, falls sie ihre Milch außerhalb der Kooperative verkauften. Mit dem eigenen Hof stehen beiden schon seit Jahren am Rande des Machbaren. Als ihr Mann mit dem Auto verunglückt, bieten die Leiter der Kooperative ihr umgehend Hilfe an. Hilfe bei den Formalitäten. Inga bekommt gerade noch rechtzeitig Wind von den Machenschaften des Koopertivechefs Eyjólfur (Sigurður Sigurjónsson), dem sie eigentlich ihr insolventes Unternehmen überschreiben wollte. Während sie langsam die Zusammenhänge zu verstehen beginnt, wie die Schieflage zustande kam, warum ihr Mann erpressbar wurde und warum er vielleicht gar keines natürlichen Todes starb, beginnt ein gnadenloser Schlagabtausch mit den Strippenziehern. Man ahnt, auch Inga kann ein sturer Bock sein und erfährt bald, dass sie schlagende Argumente auf ihrer Seite hat. Das und jede Menge Kuhscheiße.
Alpa Kino