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Der Junge und der Reiher

Anime, Japan 2023, 124 min

Mit »Der Junge und der Reiher« meldet sich der weltberühmte japanische Anime-Regisseur, Oscar-Preisträger und Studio Ghibli Schöpfer Hayo Miyazaki nun noch für einen krönenden Abschluss zurück. Inspiriert ist der Anime-Spielfilm einerseits von Miyazakis Lieblingsroman „How Do You Live?“ von Genzaburo Yoshino und anderseits von seiner eigenen Jugend, dem Verhältnis zu seinem Vater und seinem Weg zur spirituellen Reife.
Nach seinen Meisterwerken wie »Chihiros Reise ins Zauberland«, »Prinzessin Mononoke« und »Mein Nachbar Totoro« liefert uns der Altmeister so zum ersten und vermutlich auch letzten Mal einen autobiographisch geprägten Film, der es wahrlich in sich hat. Neben dem unverkennbaren Zeichenstil knüpft Miyazaki mit seinem Werk auch inhaltlich an seine früheren Animes an. Eine empathisch erzählte Heldenreise gefüllt mit fantasievollem Abenteuer, Trauerdrama sowie kindlicher Neugierde und zugleich ein kraftvoller Abschied Hayo Miyazakis, den man sich keinesfalls entgehen lassen sollte.
1943. Tokio befindet sich im Pazifikkrieg. Während eines Luftangriffs kommt die Mutter des elfjährigen Mahiko Hisako Maki ums Leben. Sein Vater Shoichi, Leiter einer Munitionsfabrik, heiratet daraufhin Hisakos jüngere Schwester Natsuko. Die neu formierte Familie zieht kurzerhand aufs Land. Für Mahiko beginnt eine schwere Zeit. Der kleine Junge findet sich nur schwer mit dem Verlust seiner Mutter und den neuen Familienverhältnissen zurecht. Isoliert von der Welt und gefangen in seiner Trauer beginnt Mahito, die verzauberten Landschaften zu erforschen. Er begegnet einem mysteriösen Graureiher, welcher nicht mehr von seiner Seite weicht und Mahiko dabei hilft, die Geheimnisse des Lebens zu lüften. Zusammen wagen sie sich in eine geheimnisvolle Welt, die von den Lebenden und den Toten geteilt wird.
Viktor Ray