Freitag, 21.April 20:45 Programmkino Ost
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Verleugnung

Drama, USA/Großbritannien 2016, 111 min

Die amerikanische Universitätsprofessorin und Schriftstellerin Deborah E. Lipstadt (Rachel Weisz) gehört zur Verfechterin geschichtlicher Fakten und kann Menschen wie den britischen Journalisten und Buchautor David Irving (Timothy Spall) nicht ausstehen. Denn der englische Historiker behauptet in seinen Schriften, dass es den Holocaust nie wirklich gegeben habe und dass Hitlers Rolle als Nazi-Führer stark verzerrt und dämonisiert dargestellt worden ist. Dafür bezeichnet Lipstadt ihn als Holocaust-Leugner. Das lässt Irving nicht auf sich sitzen und klagt sie daraufhin der Verleumdung an. Es kommt zu einem Gerichtsprozess, bei dem die US-Amerikanerin beweisen muss, mit Hilfe ihres Verteidigers Richard Rampton (Tom Wilkinson), dass die Nazi-Verbrechen in den Konzentrationslagern tatsächlich stattgefunden haben und dass Irving historische Daten manipuliert hat.
Das Gerichtsdrama »Verleugnung« (OT: Denial) basiert auf dem Buch „History On Trial: My Day In Court With A Holocaust Denier“ von der realen Deborah Lipstadt. Sie schrieb das Buch, nachdem sie und David Irving 1996 gegeneinander vor Gericht gezogen waren. Der reale Streit hatte begonnen, nachdem Lipstadts Buch „Denying the Holocaust“ 1993 in den USA erschien. Darin bezeichnete sie Irving als Leugner des Holocausts und warf ihm die Manipulation von Fakten vor. Irving reagierte mit Anklage auf Verleumdung und zog vor Gericht. Um zu gewinnen, musste Lipstadt beweisen, dass die Judenverfolgung tatsächlich stattgefunden hatte. Am Ende verlor Irving das Verfahren und musste die Gerichtskosten von ca. 3,2 Millionen Dollar tragen, woraufhin er pleite ging. Natürlich verlor er daraufhin auch sein Ansehen als Historiker.
Anne