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Die Unsichtbaren

Doku-Drama, Deutschland 2017, 110 min

Der Film zeigt ein nahezu unbekanntes Kapitel des jüdischen Widerstands während der Nazizeit. In »Die Unsichtbaren« wird das Schicksal vier junger jüdischer Berliner porträtiert. Auf sich allein gestellt, sind sie jeden Tag gezwungen, Entscheidungen zu treffen, die sie das Leben kosten kann.
Im Juni 1943 sorgt eine Meldung für Aufsehen. Berlin sei „judenfrei“. Goebbels deklariert es als Erfolgsnachricht. Wer nicht rechtzeitig geflohen war, dem drohte das KZ. Doch es gab noch 7.000 Juden, denen es unter abenteuerlichen Umständen gelungen ist unterzutauchen.
Hanni, Lévy, Eugen und Cioma, alle sehr jung, werden völlig unvermittelt aus ihrem Alltag gerissen. Mit gerade mal 17 und eben Vollwaise geworden, entkommt die schüchterne Hanni nur knapp der Verhaftung. Sie blondiert sich die Haare und macht sich für ihre Verfolger unsichtbar, flaniert gekonnt zwischen den vielen Spaziergängern am Kurfürstendamm und ergreift jede Gelegenheit, die ein dunkler Kinosaal bietet. Und sie träumt von Amerika.
Eugen Friede, ebenfalls auf der Flucht, ist mit seinen Gedanken nur bei den Mädchen und wird sich später politisch engagieren. Der clevere Cioma Schönhaus führt die Behörden ordentlich an der Nase herum und entwickelt sich zum gewieften Passfälscher, und als viertes ist da die hübsche Ruth Arndt, die sich als Kriegswitwe tarnt, mit Delikatessen vom Schwarzmarkt dealt und am allerunwahrscheinlichsten Ort Schutz findet - im Haus eines Wehrmachts-Offiziers.
Einfühlsam, beklemmend und erstaunlicherweise auch mit einigem Humor werden Spielfilm, Interviewausschnitte von Zeitzeugen und Archivaufnahmen zu einem dichten, emotional bewegenden Ensembledrama verwoben.
BSC