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7 Tage in Entebbe

Thriller, USA/Großbritannien 2018, 107 min

Am 27. Juni 1976 entführten die zwei deutschen Terroristen Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann und zwei palästinensische Terroristen eine Air France Maschine, die sich auf dem Weg von Israel nach Frankreich befand. Ziel war Entebbe im damals vom Diktator Idi Amin beherrschten Uganda, wo die Geiseln gegen gefangene Gesinnungsgenossen ausgetauscht werden sollten. Was durch den Einsatz eines israelischen Sonderkommandos verhindert wurde, das die Geiseln befreite, die Terroristen tötete und Israels Machtposition und vor allem Politik zementierte.


Mit einem gewagten Kunstgriff spannt Regisseur Padilha den Bogen von 1976 bis zur Gegenwart: Immer wieder schneidet er von der Flugzeugentführung zu Tanzszenen mit Choreographien des Israelis Ohad Naharin (letztes Jahr in der Doku „Mr. Gaga“ porträtiert), ein ausgewiesen kritischer Beobachter seines Landes und seiner zunehmend radikalen Politik. Tanz als Lösung der Probleme des Nahen Ostens anzubieten, so naiv ist Padilha natürlich nicht, vielmehr scheint er andeuten zu wollen, dass nur gemeinschaftliche Bemühungen zu einer Lösung führen können: Sträubt sich Israel weiter gegen jede Verhandlung mit den Palästinensern, gibt es kein Entkommen aus der Gewaltspirale, so die finale Botschaft eines vielschichtigen, in seiner Ambivalenz und Ausgewogenheit faszinierenden Films.