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Mission: Impossible - Fallout

Action/Thriller, USA 2018, 148 min

Es gibt so Filme, da weiß selbst ich, als Stuntman, ach was sage ich, als Kaskadeur der Worte, nicht mehr weiter und stehe, wobei ich eigentlich sitze, geradezu vor einer Mission: Impossible, die mein Hirn vor einem Fallout feuilletonistischen Satzgewitters zu behindern scheint. Was will man aber auch über einen Film schreiben, der im Prinzip immer das Selbe zu bieten hat: Tom Cruise, einen Wettlauf gegen die Zeit, eine alles entscheidende Entscheidung und am Ende muss die Welt gerettet werden. Das ist aber bei dem Franchaise nicht weiter störend, da es trotz des immer wiederkehrenden Schemas einen ungebremst mit auf die Reise nimmt und einfach Actionunterhaltung von Feinsten ist. Einzig wenn ich Mission Impossible nur lese, muss ich geradezu zwanghaft an den bekannten Cartoon denken, auf dem drei Männer ohne Hände zu sehen sind, die an einem Tisch sitzen, auf dem ein Stapel Spielkarten liegt und aus deren T-Shirts ihre traurigen Armstümpfe herausragen. Das Ganze ist dann treffend mit „Mischen Impossible“ untertitelt. Auch passiert es mir beim Hören von Lalo Schifrins Mission-Impossible-Titelmusik in gepflegter Regelmäßigkeit, dass ich glaube, diese entstamme einem James Bond-Film und schlage mir immer wieder, ob meiner Fehlung, laut schallend auf meine hochbegabte Stirn. Wobei ich zu meiner Verteidigung sagen muss, dass die Rolle des Ethan Hunt (http://www.moviepilot.de/people/tom-cruise - Tom Cruise, ever and ever) schon irgendwie in gewisser Weise an die des James Bond erinnert, vor allem seit damals 2006 Daniel Craig den Martini übernommen und die Action an Explosivität und Härte arg zugenommen hat, und das ist ja nun auch schon wieder 12 Jahre her. Hier gibt es wieder ordentlich und gepflegt Hiebe auf Gebiss und Gebein, das aber ein bisschen possible und vor allem plötzlich. Sämtliche uns bekannte anatomische Gegebenheiten (nach Gottfried Bammes) werden ein weiteres Mal außer Kraft gesetzt und zum Teil in einen anatomisch physikalischen Bereich katapultiert, der mir erst jüngst beim Schneebrettfahren im Piringebirge meine Fibula hat bersten lassen. Beim mittlerweile 56 jährige Tom Cruise, der fast immer noch seine Stunts allein absolviert, war dann der Malleolus an der Reihe, welcher sich in unmittelbarer Nähe der Fibula befindet. Ebenfalls sehr bemerkenswert, dass „Fallout“ bereits der sechste Teil der munteren Reihe ist und was soll ich sagen, nach einer missglückten Mission, also failed Mission wird Topf Secret Agent Ethan Hunt mehr denn je mit den Konsequenzen seiner vergangenen Taten in den Teilen davor konfrontiert. Während ihn seine Vergangenheit heimsucht, sieht sich die Welt einer schweren nuklearen Bedrohung ausgesetzt. Nicht nur stellen seine Arbeitgeber seine Loyalität in Frage. Er wird auch zur Zielscheibe skrupelloser Auftragskiller und früherer Verbündeter. Unter der Führung des neuen IMF-Chefs Alan Hunley (Alec Baldwin) müssen Ethan, seine Kollegen Benji Dunn (Simon Pegg) und Luther Stickell (Ving Rhames) sowie MI6-Agentin Ilsa Faust (Rebecca Ferguson) in einem Wettlauf gegen die Zeit einmal mehr eine Weltkatastrophe verhindern. Na da ham wors wieder!
Ray van Zeschau (left jetzt das Building)