Critique and Act präsentiert: SYSTEM CHANGE NOT CLIMATE CHANGE!

Vortrag & Diskussion mit Jutta Ditfurth

Eintritt frei - Spenden erwünscht!

Sonderveranstaltung

Wer den Klimawandel nur auf das Phänomen der Erderwärmung reduziert, diskutiert am eigentlichen Thema vorbei. Es geht darum, soziale Ungleichheit und die ökologische Frage zusammen zu denken. Ditfurth folgt Marx, wenn sie sagt, dass die menschliche Arbeitskraft und die Naturressourcen die beiden einzigen »Springquellen« des Reichstums sind und dass beide, Mensch und Natur, durch den Kapitalismus vernichtet werden. Sie findet es auffallend, dass zwar über einen Klimawandel gesprochen, die Klimakatastrophe aber nicht begriffen wird. Entsprechend lausig sind die vorgeschlagenen Maßnahmen. Sie wird erzählen und diskutieren, dass und warum die Zerstörung der ökologischen Grundlagen menschlichen Lebens auf der Erde ein direktes Resultat des Kapitalismus sind und dass die Verhältnisse für alle Menschen nur lebenswert sein können, wenn es diesen an den Kragen geht.

>> Es bleibt zu fragen: Was tun?

Jutta Ditfurth hat in den 1970er Jahren die Ökologie- und die Anti-AKW-Bewegung
in der alten Bundesrepublik mit aufgebaut. 1980 hat sie die Grünen mitgegründet,
deren Bundesvorsitzende sie jahrelang war. Seit den 1980er Jahren kämpft Jutta
Ditfurth gegen Ökofaschismus und gegen die Vereinnahmung der ökologischen Frage
durch Nazis. Das wird soeben brennend aktuell, wenn bis in die bürgerliche Mitte
hinein mit rassistischen Begriffen wie »Überbevölkerung« gegen die vermeintlich
»zu vielen« gehetzt wird. Als die Grünen ihre basisdemokratischen Strukturen
preisgaben und auch vergaßen, dass die ökologische und die soziale Frage
unzertrennbar sind, trat sie aus der Partei aus (1991) und gründete die Ökologische
Linke. Sie ist Spitzenkandidatin von ÖkoLinX (Ökologische Linke) zur Europawahl.