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Dune

Science-Fiction/Drama, USA/Kanada/Ungarn 2020, 156 min

Kaum eine andere SciFi-Verfilung hat in der Geschichte für mehr Kontroversen gesorgt als »Dune« 1984 von Regisseur David Lynch. Die Kritiker waren und sind bis heute mit der Umsetzung der Romane von Frank Herbert nicht zufrieden. Autor und Regisseur Alejandro Jodorowsky wollte schon Ende der 1960er-Jahre an den Stoff und es zu einem gewaltigen künstlerischen und psychedelischen Epos machen. Doch er scheiterte mit großen Schulden und Jahren der am Ende sinnlosen Vorbereitung.
In den 80er-Jahren versammelte man eine erstaunliche Riege von Künstlern und Schauspielern: Kyle MacLachlan, Jürgen Prochnow, Sting, Sean Young, Patrick Stewart und Max von Sydow u. v. a.
Heraus kam ein durchaus imposantes Werk, bildgewaltig und von außergewöhnlicher Ästhetik. Aber auch mit losen Handlungsenden und zähen Momenten.
Denis Villeneuve tritt nun an, diesen Romanstoff neu zu präsentieren. Mit optischen Eindrücken fremder Welten kennt er sich aus, »Blade Runner 2049« (2017) war sein letzter Film.
Und wieder geht Herzog Leto Atreides (Oscar Isaac) auf die Reise zum Wüstenplaneten Dune, wo es nicht nur das wertvolle „Spice“ gibt, eine Droge, die das Leben verlängert, übermenschliche Gedankengänge und die Navigation durch das Universum ermöglicht, sondern auch die riesigen Sandwürmer - Bedrohung und Mythos zugleich. Es lauern Verrat, Tod, aber auch Erweckung und Zuneigung. Hauptfigur Paul Atreides, Sohn des Herzoges, wird vom jungen Timothée Chalamet dargestellt. Er wird seine Familie verteidigen und für die Freiheit kämpfen müssen, während das blaue Spice alles durchdringt.
Und wie schon 1984 sind die weiteren Rollen prominent besetzt: Stellan Skarsgård als Baron Wladimir Harkonnen, Dave Bautista, Zendaya, Charlotte Rampling, Jason Momoa und Javier Bardem erweitern den bunten Reigen. Die Version von Lynch sollte damals 3,5 Stunden dauern, die aktuelle Verfilmung begnügt sich mit 2,5 Stunden.
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