Und nächstes Jahr am Balaton

Komödie, DDR 1980, 90 min

Herrmann Zschoche (»Bürgschaft für ein Jahr«), einer der erfolgreichsten Regisseure der DEFA-Ära, widmete einen großen Teil seiner Arbeit der Generation der Jungen und Jüngsten: »Lütt Matten und die weiße Muschel« verrät ein Gespür für Sorgen und Nöte der Kleinen, während der Kassenknüller »Sieben Sommersprossen« voll ins manchmal problematische Leben der pubertierenden Jugend griff.
Die seinerzeit vom Schulhof weg gecastete Darstellerin der weiblichen Hauptrolle, Kareen Schröter, wurde von Zschoche 1979 erneut besetzt, als es um die Verfilmung der Joachim-Walter-Erzählung „Ich bin nun mal kein Yogi“ unter dem Titel »Und nächstes Jahr am Balaton« ging. Das Ganze beginnt als Familienurlaubsreise: Vater und Mutter Moldenschütt (Peter Bause/Gudrun Ritter) sind gegen einen gemeinsamen Urlaub ihrer Tochter Ines (Odette Bereska) mit deren Freund Jonas (René Rudolph). Und so darf selbiger mit auf die gemeinsame Familien-Reise ins exotische Bulgarien. Wie so oft im Urlaub sind die Erwartungen höchst verschieden, und so verlässt Jonas schon bald den Zug, um fürderhin zu trampen. Unterwegs trifft er die Holländerin Shireen (Kareen Schröter), die auf dem Wege in das für DDR-Bürger unerreichbare Indien ist.
Die Restfamilie wird durch Familienkrach und tschechische Zöllner auseinander gerissen, und so ist am Ende jede/r auf einem anderen abenteuerlichen Trip unterwegs zum Sonnenstrand am Schwarzen Meer.
Zschoches Komödie »Und nächstes Jahr am Balaton« wurde ein weiterer Kino-Hit und erreichte - wie nur wenige DEFA-Filme - zeitweilig Kultstatus.