Peggy Guggenheim: Ein Leben für die Kunst

Dokumentation/Biographie, USA 2014, 92 min

Die Männer und die Kunst, so könnte dieser Film auch heißen, denn das waren die magnetischen Pole in Peggy Guggenheims Leben. Sie selber sagte von sich: ""Sie sammelte Männer und Kunst. Die Männer gingen, die Kunst blieb.""
Der Dokumentarfilm von Lisa Immordino Vreeland zeichnet ein facettenreiches Bild der berühmten Kunst-Ikone: Ein Leben im kulturellen Umbruch des 20. Jahrhunderts, das von Affären und Beziehungen zu einigen der größten Künstler des letzten Jahrhunderts, darunter Samuel Beckett, Yves Tanguy und Max Ernst, geprägt war. Ihre Leidenschaft ließ Peggy Guggenheim zu einer der einflussreichsten Kunstmäzeninnen, Sammlerinnen und Galeristinnen moderner Kunst werden.
Bisher verschwunden geglaubte Tonaufnahmen von Interviews mit Peggy Guggenheim bringen den sensiblen und temperamentvollen Charakter der schillernden Kunstfigur ans Licht. Ihre Erzählungen werden dabei von einem umfangreichen Foto- und Filmarchiv unterstrichen. Entstanden ist das einfühlsame Porträt einer Frau, deren Leben mindestens ebenso faszinierend und ausgefallen war wie die Kunst, die sie sammelte. Der Zuschauer wird entführt auf eine spannende Reise durch die aufregenden Anfänge des 20. Jahrhunderts, eine Zeit voller unerwarteter kultureller Umwälzungen.
Die Tonaufnahmen der Interviews mit Peggy Guggenheim von Jacqueline Bograd Weld aus den Jahren 1978 - 1979 wurden zur Grundlage der 96-minütigen Dokumentation. Es handelt sich dabei um die letzten Aufnahmen, die vor Peggy Guggenheims Tod aufgezeichnet wurden. Kunstgrößen wie Larry Gagosian und der Verfasser der Picasso-Biografie, John Richards, der Kunsthistoriker und Autor Dore Ashton, die New-Museum-Direktorin Lisa Philipps und „art in america“-Herausgeberin Lindsay Pollock sowie der Schweizer Kurator für zeitgenössische Kunst, Hans Ulrich Obrist, kommen zu Wort und vervollständigen das Bild.
ak