Feuer bewahren, nicht Asche anbeten

Dokumentation, Deutschland 2015, 86 min

Martin Schläpfer, Ballettdirektor und Chefchoreograf an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und Duisburg, zählt mittlerweile zu den bekanntesten Tanzschöpfern Europas. Sein Ballett erreicht die unterschiedlichsten Zielgruppen im In- und Ausland, von Düsseldorf bis Moskau, von Barcelona, Paris oder Tel Aviv bis Muscat im Oman. Preise häufen sich. Schläpfers sensible und hochmusikalische Tanzkunst kommt an, wirkt verstörend und beglückend zugleich.
»Feuer bewahren - nicht Asche anbeten« folgt Martin Schläpfer bei seiner täglichen Arbeit und auf ganz privaten Wegen bis zu seinem Sommerrefugium in der Schweiz. Zwei Uraufführungen bilden den tänzerischen Mittelpunkt des Films, von den ersten Kreationsproben bis zur fertigen Bühnenfassung. „Deep Field"" ist eine Auftragskomposition an Adriana Hölszky und opulenter Abendfüller, „Alltag“ eine Petitesse von keinem Geringeren als dem Altmeister und Grandseigneur des modernen Balletts, Hans van Manen. Er schuf die „kleine Geschichte über einen Choreografen“ für Schläpfer höchstpersönlich, der die Hauptrolle in diesem intimen Portrait im Filmportrait selbst tanzt.
Zum ersten Mal schaut ein Dokumentarfilm auch hinter die „persönlichen Kulissen“ dieses Ausnahmekünstlers, in seinen Kopf und sein Herz.
Schläpfer stammt aus einer Appenzeller Bauernfamilie und wollte ursprünglich Biobauer werden. Die Ballettausbildung begann er 1975 im Alter von fünfzehn Jahren bei Marianne Fuchs in St. Gallen. 1977 gewann Schläpfer als bester Schweizer beim Prix de Lausanne ein Stipendium, das ihm ein weiteres Ballettstudium an der Royal Ballet School in London und eine unglaubliche Karriere ermöglichte.
ak

Buch: Annette von Wangenheim

Regie: Annette von Wangenheim

Kamera: Philipp Metz, Gordon Kalbfleisch, Dieter Stürmer, Monika Eise, Carsten Jost, Gabriel Pielke

Produktion: 7T1 Media, Arte, WDR, SRF, Ansgar Pohle, Sabine Rollberg

Bundesstart: 11.02.2016

Start in Dresden: 11.02.2016

FSK: o.A.