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Walchensee Forever

Dokumentation/Porträt/Biographie, Deutschland 2020, 116 min

Janna Ji Wonders erzählt auf eindrucksvolle Weise die Geschichte ihrer Familie, die ein ganzes Jahrhundert umspannt. Sie konzentriert sich dabei vor allem auf die Sicht der Frauen, von denen jede auf ihre Weise den patriarchalen Strukturen ihrer Zeit trotzt. Um den Geheimnissen ihrer Familie und ihrer Rolle in der Generationskette auf die Spur zu kommen, führt uns Wonders vom Familiencafé am bayerischen Walchensee über Mexiko nach San Francisco zum „Summer of Love“, zu indischen Ashrams, einem Harem und immer wieder zurück an den Walchensee.
Entstanden ist eine aufregende Entdeckungsreise, die einen außergewöhnlichen Blick auf mehrere Generationen gewährt.
Fragen nach Identität, Heimat und Selbstverwirklichung werden gestellt, wie auch die Suche nach Liebe, Leben und Tod thematisiert. So geht es um den Kreislauf des Lebens.
Der Film ist eine Jahrhunderterzählung über Familienstrukturen: Wie sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts aussehen, wie sie den Ersten und Zweiten Weltkrieg überdauern und später im rebellischen Nachkriegsdeutschland der 60er und 70er Jahre auf dem Prüfstand stehen. Und wie sie heute, im 21. Jahrhundert, ersehnt und substituiert werden. Was ist Familie? Und was ist Heimat? Es sind die großen Fragen, die die Filmemacherin Wonders auf selbstverständliche, manchmal verstörend stoische Weise an ihrer eigenen Familiengeschichte herunterbricht. So schließt sich der Kreis und das Prinzip Mutter-Tochter wird mehrfach durchgespielt.

Nach mehrfach ausgezeichneten Kurzfilmen im Dokumentar- und Spielfilmbereich sowie zahlreichen Musikvideos ist dies Janna Ji Wonders‘ Langfilmdebüt.
„Ich denke, dass es so etwas wie ein Familiengedächtnis gibt, das sich fortschreibt. Und dass wir es oft gar nicht bemerken, wenn wir innerhalb dieses Familiengedächtnisses handeln. Aber ich glaube, dass die Hoffnung darin liegt, sich dies bewusst zu machen, um dadurch seinen eigenen Weg zu finden.“ Regisseurin Janna Ji Wonders