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Cry Macho

Drama, USA 2021, 104 min

Miko (Clint Eastwood) ist ein ehemaliger Rodeo-Star und abgewrackter Pferdezüchter in den späten 1970er Jahren, der sich bereit erklärt, für seinen Ex-Boss Howard Polk (Dwight Yoakam) einen neuen Auftrag zu übernehmen: Er soll Polk seinen entfremdeten Sohn Rafo (Eduardo Minett) zurückbringen, einen jungen, cleveren Teenager, der sich nach der Scheidung seiner Eltern in Mexiko einem Leben als Kleinkrimineller und der Teilnahme an Hahnenkämpfen mit seinem Hahn namens Macho zuwandte. Während Miko und Rafo auf ihrem Weg nach Texas das ländliche Mexiko durchqueren, scheint der alternde Miko seine Erlösung zu finden, indem er dem Jungen beibringt, was es heißt, ein guter Mensch zu sein. »Cry Macho« dürfte einer der persönlichsten Filme Eastwoods sein - und daher wird die kalifornische Filmlegende auch mit 91 nicht langsamer und übernimmt einmal mehr Hauptrolle und Regie bei einem Film. Ganz nebenbei räumt er in dem Neo-Western auch mit Klischees auf, die er selbst einst in seinen Rollen mitformte. Was bedeutet es, ein starker Mann zu sein, ein „Macho“? Worin drückt sich Männlichkeit aus?
Der 1916 geborene Schriftsteller und Drehbuchautor N. Richard Nash hatte bereits vor 1975 das Original-Drehbuch geschrieben, welches er aber nicht verkaufen konnte. Darauf schrieb er es innerhalb von zwei Wochen zu seinem 1975 veröffentlichten Roman „Cry Macho"" um. Interessant dabei ist, dass die Rolle Eastwood schon damals angeboten wurde, er aber ablehnte, weil er genau wusste, dass Miko noch deutlich mehr Reife und Erfahrung bräuchte, um glaubhaft zu wirken. Ein Glück für uns, dass er gewartet hat!
Viktoria Franke