Das Licht
Die Familie Engels, bestehend aus den Eltern Milena (Nicolette Krebitz) und Tim (Lars Eidinger), ihren nahezu erwachsenen Zwillingen Frieda und Jon und dem unehelichen Sohn Dio driftet langsam aber sicher auseinander, jeder kocht sein eigenes Süppchen, Konflikte und Distanz dominieren. Als die Haushälterin Farrah (Tala Al-Deen) hinzukommt, verändert sich das instabile Familiengefüge, die Anwesenheit der Syrerin wird zu einer Zerreißprobe für die Engels, wirkt wie ein Katalysator…
Tom Tykwer, Mitbegründer der Firma X-Filme, der seinerzeit mit »Lola rennt« (1998) Filmgeschichte schrieb, hat seit 2016 nicht mehr fürs Kino inszeniert, sondern stattdessen mit »Babylon Berlin« die schwergewichtigste deutsche Serie der deutschen Fernsehgeschichte gedreht. Nun kehrt er mit der deutsch-französischen Produktion »Das Licht« zum Kino zurück, die BERLINALE eröffnete damit am 13. Februar ihren 75. Jahrgang. Tykwer, einer der renommiertesten deutschen Regisseure und auch international erfolgreich, schafft es einmal mehr, das schnöde mitteleuropäische Leben abzubilden, um es aufzusprengen und magisch aufzuladen. Große Kinomomente fluten die Leinwand, überraschende Twists ermöglichen neue Perspektiven. Die Beschreibung des Alltags einer zerrütteten Mittelschichtfamilie mündet in die Wiederentdeckung von Schönheit und Freude in der brüchigen und herausfordernden Gegenwart. Neben den vielbeschäftigten Krebitz und Eidinger überzeugen die jederzeit auf Augenhöhe spielenden Nachwuchstalente: Elke Biesendorfer als Frieda, Julius Gause als Jon und Elyas Eldridge als Dio. Tala Al-Deen führt dieses starke Ensemble mit ihrem feinsinnigen Spiel an.
Grit Dora
Buch: Tom Tykwer
Regie: Tom Tykwer
Darsteller: Elke Biesendorfer, Julius Gause, Elyas Eldridge, Nicolette Krebitz, Lars Eidinger
Kamera: Christian Almesberger
Musik: Johnny Klimek
Produktion: X Filme Creative Pool
Bundesstart: 20.03.2025
Start in Dresden: 20.03.2025
FSK: ab 12 Jahren