Catli
Es ist das Jahr 1980 in der Türkei, unmittelbar nach dem Militärputsch vom 12. September. Tausende Studenten, Parteimitglieder und Arbeitervertreter mit rechten wie linken politischen Ansichten werden systematisch verhaftet. Einer der jungen Anführer der rechten Bewegung, Abdullah Çatli, flieht ins Ausland. Zur gleichen Zeit verübt die Terrororganisation ASALA weltweit Anschläge auf türkische Diplomaten sowie auf zivile Ziele wie den Flughafen Mailand und den Flughafen Orly. Als der von der Militärjunta geführte türkische Staat Schwierigkeiten hat, diese Angriffe zu verhindern, geht er eine geheime Zusammenarbeit mit Abdullah Çatli und seinen Freunden ein: Gegen ASALA, die mitten in Europa Bombenanschläge verübt, sollen Çatli und seine Gefährten im Auftrag des Staates kämpfen, ohne offiziell anzuerkennen, für den Staat zu handeln. Çatli und seine Freunde nehmen den Kampf auf. Doch bereits bei ihrem zweiten Angriff werden sie von ASALA enttarnt. Von diesem Moment an geraten ASALA und Çatli in einen erbitterten Krieg, in dem beide Seiten einander auslöschen wollen. Allerdings verfügt ASALA auch innerhalb Frankreichs über geheime Verbindungen. Çatli wird aufgrund dieser verdeckten Netzwerke und einer fingierten Anschuldigung verhaftet. Während seine Freunde den Kampf gegen ASALA außerhalb fortsetzen, ist Çatli gezwungen, sich im Gefängnis direkt mit ASALA-Militanten auseinanderzusetzen. Ein weiterer Konflikt spielt sich draußen ab: Çatlis Familie ist schutzlos den Angriffen von ASALA ausgesetzt. Obwohl es seinen Freunden gelingt, die Führungsriege von ASALA außer Gefecht zu setzen, bleibt Çatli keine andere Wahl, als aus dem Gefängnis zu fliehen, um zu überleben und seine Familie zu schützen. Nach einer äußerst schwierigen Flucht kehrt er mit einer tödlichen Verletzung in ein sicheres Haus zurück, doch sein engster Freund Yetim kommt dabei ums Leben. Nach ihrer Rückkehr aus Europa in die Türkei setzt Çatli seine Arbeit fort. Sein von Kämpfen geprägtes Leben endet schließlich mit einem Verkehrsunfall, der die Türkei erschüttert. Oder zumindest glaubt das jeder.
Bundesstart: 19.03.2026
Start in Dresden: