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Oh La La 2 - Neue Tests, neues Chaos

Komödie, Frankreich 2026, 92 min

Die ziehen das echt durch. Aristokratisches Kikeriki Runde 2, fremdschämen inklusive. Sie machen einfach neue DNA-Tests, um ein zweites Mal festzustellen, auch alter französischer Adel braucht hier und da mal frisches Blut. Und um gleich den ranzigen Geschmack von Teil 1 aufzunehmen; ja, Schlossherr Frédéric (Christian Clavier) stellt erneut fest, dass seine Ahnenreihe getürkt ist (Verwandte in Calau Fehlanzeige). Sein neuer Cousin heißt Mehmet, und mon dieu, der ist doch echt Türke. Seit die Bouvier-Sauvages neulich mit den Martins verheiratet werden sollten, veritable Großgrundbesitzer mit popeligen Peugeot-Autoverkäufern, beschleichen die potentiellen Zuschauerinnen Panikattacken, angesichts der schieren Unendlichkeit dieser Monsieur Claude- Franchise-Retour-Kutsche für Arme. Pardon, für Reiche. In Kikeriki 2 (französischer Originaltitel) sind die Kinder François und Alice noch immer unverheiratet, die Elternpaare planen trotz oder meinetwegen auch wegen des deutsch-französisch-portugiesischen Cherokesenkindes jetzt endlich mal eine ordentliche Trauung, doch dann überrascht das Drehbuch nach der indigenen Buffalo Bill- mit der osmanischen Atatürk-Karte. Frédéric hat laut neuer Analyse Verwandtschaft im Osten. Mehmet Suleymanoglu steht bald vor der Tür, um als neue Zielscheibe zu dienen für allerlei Gags. Regisseur Julien Hervé annonciert eine doppelt hohe Gagdichte. Vielleicht auch, weil Gérard Martin (Didier Bourdon) dem künftigen Schwiegervater seines Sohnes und ständigen Widersacher in nichts nachstehen will. Auch er lässt sich neu screenen. Seine deutsche Abstammung war wohl noch nicht Oh la la genug.
alpa kino